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Science Fiction
Star Trek: Next Generation - Season 5.1 und 5.2
geschrieben von maqz am 28. Sep 2006
Spock is Back!
Mit der fünften Staffel erwartet den SciFi-Interessierten ein qualitativ gemischter Bestand an Episoden. Neben den wirklich spannenden Geschichten wie dem zweiten Teil "Der Kampf um das Klingonische Reich" oder dem Zweiteiler "Wiedervereinigung?" mit Leonard Nimoy (Spock) ist der Großteil der Season eher mittelmäßig oder sogar richtig schwach. Doch schließlich beginnt man die Serie ja nicht mit der 5 Staffel.
So ist die erfreulicherweise nun in deutschem Stereo Surround Sound erhältliche Version gutes Fortsetzungsfutter mit einigen versteckten Schätzchen, die richtige Spielfilmqualität haben. So sollten z.B. die Episoden "Das zweite Leben", "Darmok", "Ich bin Hugh" oder "Katastrophe auf der Enterprise" unbedingt angeschaut werden, eagl wie schlecht der Rest auch sein mag!
Star Trek TNG - Season 5.1 und 5.2 USA 1991
Veröffentlichung: 07.09.2006
Regie: Cliff Bole, Jonathan Frakes u.v.a.
mit: Patrick Steward, Jonathan Frakes, Levar Burton, Michael Dorn, Brent Spiner, Marina Sirtis u.v.a.
"Nochmal"-Faktor: Hoch! Endlich mit dt. Surroundsound
Unsere Wertung: 75%
FSK: ab 12 Jahre
Laufzeit: ca. 540 bzw. 630 Min.
Sprachen und Tonformate: Englisch: Dolby Digital 5.1, Deutsch, Spanisch: Dolby Digital 2.0 Surround, Französisch, Italienisch: Dolby Digital 1.0
Extras: Missions-Überblick - Jahr Fünf
Crew-Analysen - Jahr Fünf
Sektions Briefing - Jahr Fünf
Erinnerungswürdige Missionen
Visuelle Spezial-Effekte
intergalaktische Gäste
Sprache der Außerirdischen
Ein Tribut an Gene Roddenberry
Während den Dreharbeiten zu Staffel 5 STTNG starb der "Erfinder von Star Trek", Eugene Wesley „Gene“ Roddenberry. Doch neben einem "Tribute" und diversen Einblendungen im Vorspann, sollte man eigentlich nichts in den Episoden davon merken. Und trotzdem sind in dieser Season merklich mehr schwache Folgen zu finden, als in der Season 4. Nun mussen der Tod Roddenberrys und schwächere Folgen nicht unbedingt im Zusammenhang stehen. Vielleicht ist es auch ein Ausruhen auf den Lorbeeren, die man nach der Lukutus-Doppelfolge bei den Fans eingeheimst hatte. Zuviel gut gemeinte Ideen wurden dabei zu schlecht ausgeführt. Doch die schon erwähnten Glanzlichter der Staffel bieten einen mehr als gerechten Ausgleich für so manche banale Geschichte.
So ist der Abschluss des Zweiteilers "Der Kampf um das Klingonische Reich" als Staffelauftakt ein Knaller. Die allseits beliebten Duras-Schwestern treten auf und die noch beliebteren Söhne des Moog bekommen endlich ihre Ehre wieder. Irrwitziges Detail: Sela, die Tochter von Tasha Yar und einem Romulaner, ist die Schlüsselfigur bei der Anheitzung des Klingonischen Bürgerkrieges.
Auch die darauf folgende Episode mit den Tamarianer (Stichwort: "Darmok und Galat auf Tanagra", "Shakra, als die Mauern fielen", "Tembo, seine Arme weit!") ist ein exzellentes Beispiel für eine originelle SciFi Geschichte, in der eine moderne Gilgamesch-Version präsentiert wird und der Zuschauer den Lernprozess in Echtzeit mit Captain Picard mitmacht. Sehr melancholisch wird es in "Das zweite Leben", als Picard, getroffen durch den Partikelstrahl einer ausserirdischen Sonde, 30 Jahre ein ganz anderen Lebens in 25 Minuten "erlebt". Auch "Ich bin Hugh", (die einzige Borg-Episode der Staffel, die von einem von der Enterprise geretteten jungen Borg handelt, der ein Ego entwickelt) hat viel Gefühl, ohne aber kitschig zu werden.
Und schließlich die besten Folgen aus Staffel 5: "Wiedervereinigung Teil Eins und Zwei". Hier sehen wir zum letzten Mal Botschafter Sarek, Spocks Vater, der Picard dabei hilft den auf Romulus gesichteten Sohn wieder zu finden. Spock versucht eine Wiedervereinigung der Vulkanier und Romulaner durch persönliche Initiative. Doch die Romulaner spielen ein doppeltes Spiel um Vulkan durch eine "Friedensdelegation" überfallartig zu besetzen.
Insgesamt ist die 5. Season ENDLICH in einem vernünftigen Ton (Stereo Dolby Surround) zu genießen. Und das kann man wörtlich nehmen. So ist das Betriebs-Brummen des Raumschiffes satt zu hören, während die Handlung klar und deutlich über den Bildschirm flimmert. Bei den Extras bin ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass man mit eingeschaltetem "Er-war-ein-grosser-Regisseur"-Filter aus den Interviews wirklich interessante Informationen heraus ziehen kann. Doch die Lobhudeleien zwischen dem Team können bei diesen häufigen Wiederholungen dann doch schon mal nerven.
Doch alles in allem können die Extras, Ton und Bild und einige Episoden ziemlich überzeugen. Ausblickend auf die von Doppelfolgen nur so strotzenden sechste Season ist Staffel 5 ein nettes Intermezzo, das man aber nur bedingt besitzen muss. (mg)
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