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Animation
Saiyuki- Reise nach Westen - Vol. 1
geschrieben von maqz am 02. Feb 2004
Son Goku mal klassisch modern
Es ist die moderne Version einer klassischen chinesischen Geschichte. Die Serie "Saiyuki - Reise nach Westen" nimmt das klassische Buch als groben Rahmen um vier starke Kämpfer (ein Mönch, zwei Dämonen und ein Halbdämon) durchs Land ziehen zu lassen, um unzählige Kämpfe und zauberhafte Abenteuer zu meistern. Das zieht sich bei 50 Episoden ziemlich hin! Und die erste Faltbox verspricht wenig Interessantes für die nächsten Episodensammlungen. Es ist meist harte und schnelle Fantasy gepaart mit modernen Stilmitteln plus einigen Revolvern, Jeeps und anderen Errungenschaften des Fortschritts.
Saiyuki- Reise nach Westen - Vol. 1 Japan 2000/2001
Veröffentlichung: 01.Dezember 2003
"Nochmal"-Faktor: Nur Mittel, sogar für alle Anime Fans
Unsere Wertung: 55%
FSK: 12 Jahre
Laufzeit: ca.325 Minuten
Sprachen und Tonformate: Japanisch Dolby Digital 2.0
Kurz zum Plot: Im heiligen Land Tôgenkyô leben Menschen und Dämonen friedlich miteinander. Aber eines Tages fallen die Dämonen brutal über die Menschen her. Jemand versucht, getrieben durch Macht und Gier, den bösen Dämon Gyûmaô wieder zu erwecken. Um dies zu verhindern, schicken die Götter Genjô Sanzô ins Land Tenjiku nach Westen. Auf Befehl der Götter wird er von seinen Yôkai-Gefährten Son Gokû, Cho Hakkai und Sa Gojô begleitet um die Welt vom Bösen zu retten.
Und so ist die Grundlage für ein unendliches Hauen und Stechen gegeben. Genjô Sanzô mit seinen Sutren um die Schultern, andere mit Stab und/oder Kampfkunst plus einigen geschleuderten Blitzen und Feuerbällen.
So rechte Stimmung mag da nicht aufkommen, was (für meinen Geschmack) auch an den etwas herben und unmotivierten Zeichnungen der einzelnen Charaktere liegt. (Das ist nur eine andere Umschreibung dafür, daß ich besser gemachte Animes wie Chihiro, Mononoke, Akira oder sogar Love Hina in ihrer zeichnerischen Qualität bevorzuge). Auch die z.T. veralteten Computertricks reißen hier nichts mehr raus. Man sollte sich auch nicht von den (gut gemachten) Zeichnungen im Vorspann täuschen lassen. Die Handlung selbst ist nicht so aufwändig gezeichnet.
Insgesamt bleibt die Serie für mich platt, nicht zuletzt weil in jeder Episode von Anfang an klar ist, wer der/das Böse ist und dass bei rund 50 Episoden immer ein Sieg über genau dieses Böse am Ende stehen wird. Außerdem sind die ewigen komischen Szenen mit dem ewig hungrigen Serienclown Son Goku meistens völlig unlustig und die Kämpfe eher mäßig beeindruckend umgesetzt. Also rate ich vom Kauf dieser Serie ab, die nicht einmal synchronisiert wurde. Ach ja: Einzig die fetzige Japan Pop/Rock Serienmelodie war interessant, was aber keinesfalls die rund 45 bis 49 Euro für die ersten 13 Episoden rechtfertigt. (mg)
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