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Musik-DVD
James Brown - Double Dynamite! Two Sensational Shows
geschrieben von klaus_h am 03. Aug 2007
The Godfather of Soul
Wer jemals den Mitbegründer des Souls auf der Bühne gesehen hat, versteht, warum er als einer der härtesten "Arbeiter" bei Livekonzerten galt, meinte einst treffend Frank Laufenberg. Daher sind die beiden Konzerte von 1980 und 1985 etwas Besonderes. Zeigen sie doch James Brown jenseits der 50 immer noch in Saft und Kraft bei der Bühnenperformance. Und dank seines Überraschungshits "Living in America" in "Rocky III" konnte er Mitte der 80er ein überraschendes Comeback feiern. Aber für die echten Fans der R&B-Musik war er eh nie weg vom Fenster gewesen...
James Brown - Double Dynamite. Live in Concert
GB - 2005
Veröffentlichung: 22.06.07
Regie: unbekannt
Darsteller: James Brown, seine Backroundsängerin und die Band
"Nochmal"-Faktor: mittel bis hoch
Unsere Wertung: 85%
FSK: frei
Laufzeit: 109 min
Sprachen und Tonformate: Dolby Digital 5.1/ Dolby Digital 2.0
Apropos Saft und Kraft: Ich kenne außer Heinz Rudolf Kunze wohl keinen anderen Interpreten, der auf der Bühne derart schwitzt wie James Brown - und so wie er sich ins Zeug legt, hat dies auch einen Grund. Ständig in Bewegung mit exaltierten Schrittkombinationen, die Altersgenossen in den Hexenschuss jagen würden, jettet er stimmlich voll auf der Höhe über die Bühne. Dabei ist sein jeweiliges Orchester gar nicht einmal so groß und im Gegensatz zu anderen Soulgrößen beschränkt er sich auf eine (!) Backroundsängerin. Seine Interpretation steht im Vordergrund, aber er ist nicht so egozentriert, um nicht das eine oder andere Soli des Saxophonisten, des Gitarristen oder des Percussionisten zuzulassen.
Dabei sind die Konzerte von etwas unterschiedlichem Ansatz und Ausführung. Das bessere der beiden fand 1985 in seiner Heimatstadt Atlanta, Georgia als Open Air Konzert im Chastain Park, einem Footballstadium statt. Da hier insgesamt vier TV-Kameras und zwei Videokameras bei der Aufzeichnung professionell beteiligt waren und die Videotechnik fortschrittlicher gediehen war, ist allein schon die Bild- und Aufnahmetechnik weitaus besser. Von häßlichen Nachzieheffekten und Unschärfen, die man leider bei der Konzert im legendären "Studio 54" in New York, 1980, ständig sieht, bleibt man hier weitgehend verschont.
Interessant ist dabei der Unterschied im Arrangement und in der Performance. Ist ersteres in der Hochburg der Diskoära mehr dem damaligen Trend verhaftet, so krebst seine damalige Backroundsängerin im rosafarbenen Einteiler Disco-Heazle-Schrittchen machend hinter ihm herum, was ihm zwar nicht die Show stiehlt, aber doch ein wenig lächerlich aussieht. Denn "he's the man" und "It's a man's world"! Außerdem fühlt sich Brown, der nicht umsonst den Ray Charles-Evergreen "Georgia on my mind" anstimmt, offensichtlich im Süden weitaus wohler. Das Publikum geht mit und die Fotografen drängen sich nicht dauernd an der Bühne.
Auch stimmlich scheint Brown 1985 weitaus besser auf der Höhe zu sein, da einigen Klassikern in New York die absolute Dynamik im direkten Vergleich zum Konzert in Atlanta fehlt. Denn mehrere Stücke sind doppelt bei den Konzerten vorhanden. In Georgia singt er z.B. folgende Stücke: It's Too Funky In Here, Try Me, Georgia On My Mind, Get On The Good Foot, It's A Man's, Man's, Man's World, Prisoner Of Love, Medley: - Cold Sweat - I Can't Stand It, Get Up Offa That Thing, Please, Please, Please, I Got The Feelin', Papa's Got A Brand New Bag, Jam.
Insgesamt kann man die DVD empfehlen, da sich hier erstmals die Möglichkeit ergibt, zwei Konzerte des Meisters auf einer DVD in überwiegend ansprechender Qualität zu vergleichen. Die Extras sind leider nicht besonders benutzerfreundlich. Die zu dieser DVD-Edition gehörende Audio-CD bekamen wir vom Vertrieb nicht zur Verfügung gestellt, wodurch eine entsprechende Bewertung entfällt.
(kh)
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Also Leute, das ist echt der sauberste & gemütlichste Streifenwagen, in dem ich je gesessen habe. Kann ich hier mit meiner Schrankwand einziehen?" Beverly Hills Cop