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Musical
Fame - Season 1
geschrieben von klaus_h am 12. Aug 2007
Musical-Serie
Es ist wohl der einzigartige Fall, dass auf der Basis eines oscargekrönten Erfolgsmusicals (Musik: Michael Gore, Regie: Alan Parker, 1979) eine TV-Serie gestartet wurde, die das Erfolgsrezept - Identifikation mit jungen Künstlerschicksalen, mitreißenden Choreographien und leichten Hits - in eine Fernsehproduktion hinüberretten wollte. So war die Serie z.B. im Vorabendprogramm der ARD ein echter Geheimtipp Anfang der 80er Jahre. Denn weder Musikvideosendungen noch "moderne Musicals" wurden damals im TV gezeigt.
Fame - Season 1
USA - 1982
Veröffentlichung: 13.08.07
Regie: Robert Scheerer, Thomas Carter, Marc Daniels u.a.
Darsteller: Lori Singer, Lee Curreri, Debbie Allen, Valerie Landsberg, Gene Anthony Ray, Erica Gimpel, Carol Mayo Jenkins, P.R. Paul u.a.
"Nochmal"-Faktor: hoch
Unsere Wertung: 94%
FSK: frei
Laufzeit: 816 min
Sprachen und Tonformate: Deutsch / Englisch / Spanisch Dolby Digital 2.0
Bildformat: 4:3
Untertitel: Fehlanzeige
Extras:
• Bisher unveröffentliche Episode in OV
Bereits im Vorspann wird die energische afroamerikanische Choreographin Lydia Grant (Debbie Allen: "Zurück in die Vergangenheit - Staffel 1") für das Motto von "Fame" zitiert: Nur derjenige, der mit viel Arbeit und Schweiss sich für sein Ziel einsetzen würde, könne erhoffen über sein Talent hinaus an der New Yorker Kunsthochschule zum Ruhm zu gelangen! Und so verfolgen wir in der Serie jeweils den einzelnen Lebensschicksale der jungen Schüler, die jeweils den Bereich Musik, Theater, Show und Tanz abdecken.
Bei den Schüler stechen die introvertierte Cellistin Julie Miller (Lori Singer, "Footloose"), der Komponist Bruno Martelli (Lee Curreri), die impulsive Tänzerin Coco Hernandez (Erica Gimpel, "Profiler"), die exaltierte Schauspielerin Doris Rene Schwartz (Valerie Landsburg), der Möchtegern-Komiker Danny Amatullo (Carlo Imperato), der Theaterschauspieler Montgomery (P.R. Paul) und das schräge Tanzgenie Leroy Johnson (Gene Ray Anthony) hervor. Ihnen zur Seite steht die bereits erwähnte Tanztrainerin, der Musiklehrer Shorovsky, die Englischlehrerin Elizabeth Sherwood (Carol Mayo Jenkins) und der Lehrer für Dramaturgie Gregory Crandall (Michael Thoma).
Jede Episode enthält eine A- und B-Story, die durchaus Verknüpfungpunkte besitzen und die menschliche wie künstlerische Entwicklung der Schüler dokumentieren. Musik-, Gesangs- und Tanzeinlagen mit mindestens zwei extra für die Serie geschriebenen bzw. arrangierten Songs und von Debbie Allen höchstpersönlich kreierten Choreographien runden jede Folge ab. Nicht umsonst machte Allen später eine sehr beachtliche Karriere in diesem Fach, aber auch als Regisseurin und Produzentin ("Amistad"). Die Musik hat sicherlich einen Retrotouch, aber die Tanzeinlagen können auch heute noch vor jeder Kritik bestehen. Auch Gaststars, die manchmal erst später diesen Status verdienten, wie z.B. "Die Nanny" Fran Drescher ("Santa's Slay") bereichern die Serie.
Folgende Episoden sind in der Box enthalten: 1. Die Prüfung; 2. Die Rivalinnen; 3. Unerwünschte Gäste; 4. Stromausfall; 5. Der Schmetterling; 6. Schlechte Vorzeichen; 7. Der Streik; (*) Street Kid; 8. Auftritte; 9. Starallüren; 10. Und nichts als die Wahrheit; 11. Der Journalist; 12. Falsches Mitleid; 13. Das Geheimnis im Keller; 14. Erinnerungen; 15. Die Kündigung; 16. Rollenspiele.
Dabei werden allen Charakteren und Storys Raum für ihre Entfaltung gegeben. Zwar wirkt das ein oder andere Improvisieren viel zu perfekt, wie z.B. das "High Fidelity" von Landsburg im Musikladen (# "Schlechte Vorzeichen"); Spaß machen diese kleinen Ohrwürmer und Spaßeinlagen wie auch die moderne Othello-Inszenierung ("Desdemona" in "Der Streik") allemal. Was positiv überrascht, ist die gute Tonqualität und die gestochen scharfe Bildqualität, die für die Lagerung in amerikanischen Archiven spricht. Dabei ist jene verschollene Episode "Street Kid" noch einen Tick knackiger, da man hier offenbar von der Erstkopie arbeitete. Also ein deutliches Zeichen für alle anderen Produktionen jener Ära nicht derartig wie in "Black Beauty" dem Zuschauer auch auf DVD zu enttäuschen. Daher mein Lob an den Vertrieb! Für Freunde des Musicals und des Tanzfilms ein absolutes Fest!
Die ARD zeigte einst nur 26 der 39 einstündigen Episoden aus den ersten beiden Staffeln, der Rest der 136 Folgen war in Deutschland nie zu sehen. Dabei wurde eine Folge nie synchronisiert und folglich auch nicht ausgestrahlt. Die gesendeten Folgen wurden später gesplittet und u.a. von Tele5 mehrfach als 52-tlg. Serie wiederholt. Aufgrund dieser bereits in der 1. Staffel vorliegenden sehr guten Qualität und Vollständigkeit kann ich also allen Fans dieser Serie und der beschwingten Unterhaltung diese DVD-Veröffentlichung nur empfehlen!
(kh)
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"Man weiß nie genau, wo man eine Schwachstelle hat, bis man darauf gestoßen wird. Unter Stress zeigt sich auch der kleinste Makel im Charakter." Ein Offizier und Gentleman