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Komödie
Verschwende deine Jugend
geschrieben von Aleks_A am 04. Mar 2004
Tanz den Mussolini
Die Achtziger. Als wir dachten, wir hätten Musik neu erfunden - naja, irgendwie haben wir das ja auch. Nur dachten wir damals, dass der Strom interessanter Musik nie aufhören würde, der schon damals eher senile Ronald Reagan ewig herrschen würde, und die Mauer (und das Ostblock) immer da sein würden. So kann man sich irren. Dass Kohl ewig herrschen würde, da waren wir immerhin nah dran.
Um diese Achtziger dreht sich dieser Film, und um das Lebensgefühl einer Jugend, die - kaum dem Kindesalter entronnen - dachte, die Welt neu erfinden zu können. Immerhin haben wir keine Boygroups oder DSDS gehabt...
Verschwende deine Jugend Deutschland 2003
Veröffentlichung: 04.03.04
Regie: Benjamin Quabeck
mit: Robert Stadlober, Jessica Schwarz, Tom Schilling, Christian Ulmen u.a.
"Nochmal"-Faktor: Niedrig bis mittel.
Unsere Wertung: 60%
FSK: ab 6
Laufzeit: ca. 97 Minuten
Sprachen und Tonformate: Deutsch DD und DTS 5.1, regelmässige Aussetzer und Knackser beim DTS Ton
Bildformat: 1,85:1 bei 16:9
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Extras: Darsteller und Crew
Blick hinter die Kulissen
Deleted Scenes
Outtakes
Audiokommentar
Musicclip
Postergalerie
Harry hat's drauf. Als Manager von "Apollo Schwabing" hängt er in den angesagtesten Bars Münchens, und hat für ein Event im Circus Krone DAF verpflichtet.
Wenn es denn wahr wird. Denn sein Geld verdient Harry als Banklehrling, "Apollo Schwabing" kennt kein Schwein, und DAF hat auch nie was von ihm gehört. Doch er bewegt Himmel und Hölle, verkauft seine hochgeliebten Platten und Stereoanlage und geht bis an's Äusserste, um seinen Traum wahr werden zu lassen, die Musikwelt zu beeinflussen.
Dieser Film handelt von einem Loser. Geschichten um Loser sind nicht so mein Ding. Harry ist mir absolut unsympatisch, ich möchte ihn am liebsten an die Haare packen und ihm etwas Hirn einprüggeln. Unbeholfen und ohne eine Ahnung stolpert er durch's Leben.
Insofern ist er genau so, wie wir alle damals waren. Was ihn wieder sympatisch machen könnte, tut es aber nicht.
Noch dazu sind die Schauspieler nicht so besonders, oder aber sie kämpfen mit dem Drehbuch - so genau habe ich es noch nicht rausbekommen. Auf jeden Fall läuft der Film nicht so rund, wie er eigentlich sollte und könnte. Er ist eckig und ungeschliffen, als hätte man nicht genügend Geld, Zeit oder Lust gehabt, den Film fertigzustellen.
Zu den Extras: Die Liste fängt an mit Biographien und Kurzinterviews - Nett, aber nichts besonderes. Das "Hinter den Kulissen" sind die üblichen Rohaufnahmen ohne Hintergrundinfo.
Interessanter wird's bei den "Deleted Scenes". Hier bekommen wir mit, wieso diese oder jene Szene nicht oder nicht in dieser Form im Film zu sehen ist. Auch Outtakes sind zu sehen - nichts besonderes aber immerhin sind welche drin. Ich find's immer wieder witzig, Fehler zu sehen. Sie zeigen teilweise eben auch die Schwierigkeiten auf dem Weg zum Endprodukt.
Sehr interessant ist wiederum das Kommentar des Regisseurs und des Kameramannes. Hier werden Details des Drehs und des Filmens an sich erzählt, aber die beiden geben sich und uns auch die eine oder andere Pause, so dass der Film zwischendurch durchscheinen kann. Immerhin eine nette Sammlung an halbwegs interessanten Extras - den dazu geneigten werden sie tatsächlich befriedigen können.
Alles in allem kann man hier sagen, dass die Idee ganz nett ist, die Ausführung doch gewisse Mängel hat. Schlecht ist der Film dadurch nicht, besonders gut aber auch nicht. Die Musik, ja die ist gut. (aks)
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