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Thriller
Scorpio - Der Killer
geschrieben von maqz am 13. Mar 2004
Kalter Krieg ist kein kalter Kaffee
Burt Lancaster wird sich in meiner Erinnerung immer als "Roter Korsar" festsetzen. Akrobatisch, immer ein Lachen auf den Lippen, der Held. In Scorpio ist er (inklusive Schmerbauch) ziemlich gealtert und mit seinem lächerlichen Hut nebst Feder ziemlich uninteressant geworden (dachte ich). Aber gerade durch diesen Film hat er meinen vollen Respekt bekommen. Bei der Verfolgungsszene zwischen ihm und Delon in der Grossbaustelle Wiener U-Bahn gibt er noch Mal den roten Korsaren ohne Abstriche an sein Alter machen zu müssen! Das schafft nicht jeder! Respekt Burt!
Scorpio - Der Killer USA
Veröffentlichung:10.02.2004
Regie: Michael Winner
mit: Alain Delon, Burt Lancaster, Paul Scofield u.a.
"Nochmal"-Faktor: Mittel! Spannend aber auch altbacken.
Unsere Wertung: 70%
FSK: Ab 16 Jahren
Laufzeit: ca. 110 Min
Sprachen und Tonformate: Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Französisch: Mono
Scorpio, der Killer ist einer von den guten alten Kalter Krieg Agenten-Krimis, die hervorstechen durch die gute Besetzung und die kompromisslos harte Darstellung der CIA-Praktiken: CIA-Agent Cross (Lancaster) kauft den Profikiller Jean Laurier (Delon) alias "Scorpio", um einen Terroristen am Flughafen in den Tod zu schicken. Ein Staatsführer des Mittleren Ostens, der eigentlich Verbündeter der USA ist, wird von der CIA (via Scorpio) am Flughafen erschossen.
Ein linksgerichteter Terrorist wird vom gleichen CIA zur Ausführung eines zeitgleichen Attentates auf das Dach des Towers gelockt und steht zuletzt als (toter) Schuldige da und die USA steht wieder einmal gut da im kalten Krieg. Und Agent Cross, der schlaue Fuchs, hat's eingefädelt. Doch als Cross in Verdacht gerät, Doppelagent zu sein, wird Scorpio auf seinen eigenen Mentor angesetzt.
Die Geschichte beinhaltet, trotz einiger naiven Ausfällen in den Nebenrollen, viel von der "So hätte es sein können"-Glaubhaftigkeit. Etwas Nostalgie für die damalige "gute kalte Zeit" sollte man schon mitbringen um die DVD als kaufwürdig zu empfinden. Außer den vielen Sprachversionen (alle blöderweise nur in MONO), dem schön restaurierten Bild und dem eher lustig anmutenden Werbetrailer von damals, hat die DVD nichts anständiges zu bieten. Abgesehen natürlich vom spannenden Film, der auch ein Remake allemal wert sein könnte! (mg)
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