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Krimi
21 Jump Street - 1. Staffel
geschrieben von klaus_h am 22. Jan 2008
Babyfaced Undercover Cops
Johnny Depps ("Fluch der Karibik", "Charlie und die Schokoladenfabrik") Karrierestart wird stets mit dieser Serie des Serienpapstes Stephen J. Cannell ("Das A-Team", "Detektiv Rockford", "Trio mit vier Fäusten") verbunden bleiben. Er selbst sah sich damals durch die Produktion zur Ware degradiert und so müssen wir wohl auf ewig Tim Burton dankbar sein, der ihn zum Kultstar machte. Schaut man sich heute die Serie um milchgesichtige Cops an, die allein aufgrund ihres Aussehens das Verbrechen bereits in den Schulen undercover bekämpfen sollen, so kommt sowohl verträumte Nostalgie als auch ein mitleidiges Lächeln auf.
21 Jump Street - 1. Staffel
USA - 1987
Veröffentlichung: 15.10.07
Regie: Kim Manners, Bill Corcoran, David Jackson, Kevin Hooks
Darsteller: Johnny Depp, Holly Robinson Peete, Peter DeLuise, Dustin Nguyen, Steven Williams, Frederic Forrest u.a.
"Nochmal"-Faktor: niedrig, man sollte sich damit die verklärte Erinnerung nicht eintrüben lassen
Unsere Wertung: 15% aufgrund katastrophaler Bildqualität
FSK: ab 6
Laufzeit: 585 min
Sprachen und Tonformate: Deutsch Englisch Dolby Digital 2.0
Bildformat: 4:3
Untertitel: Fehlanzeige
Extras: Fehlanzeige
USA, Mitte der 80er Jahre, irgendwo in einer Großstadt (gedreht wurde aus Kostengründen schon damals in Vancouver, Kanada). Der immer noch sehr jugendliche Polizist Tom Hanson (Depp) wird trotz seiner Fähigkeiten zum Gespött der Kriminellen, da sie bei ihm stets proben wollen wie weit sie gehen können. Da er schon oft damit seinen Partner ungewollt gefährdet hat, stellt ihn sein Vorgesetzter vor ein Ultimatum: Entweder wird er an den Schreibtisch versetzt, bis er alt genug aussieht, um Autorität auszustrahlen, oder ein Undercover-Job in einem Spezialteam an einer Highschool...
Widerstrebend macht sich unser Held auf, um in einer alten Kapelle, Ecke 6th Street, Jump Street, auf die Sondereinheit unter dem Althippie (Frederick Forest: "The Rose"; völlig überzogen und überflüssig) Captain Richard Jenko zu treffen. Die hübsche Afroamerikanerin Judy Hoffs (Holly Robinson Peete: "Family Friends"), den proll-komischen Penhell (Peter DeLuise: "Stargate", "SeaQuest") und den asiatisch-stämmigen Ioki (Dustin Nguyen: "JAG") vervollständigen das Team, das später (nach 6 Folgen) gottlob um den bodenständigeren Afroamerikaner Fuller (Steven Williams: "L.A. Heat", "Akte X") vervollständigt wurde.
Die Storys wirken nach der ganzen Zeit an den gelgeschmierten Haaren herbeigezogen, die Mode schön retro und Teile der Story wie ein auf 45 min. gestreckter Videoclip. Dabei scheint der Pilot fast wie ein 90 min Videoclip für Steve Winwood. Allerdings muss man eines der Serie zugute halten. Unfreiwillig bestimmte sie den Kostüm/Rollenwechsel Depps von brav ("Nightmare on Elm Street") hin zu schräg ("Edward mit den Scheerenhänden"), auch wenn er selbst als Nebendarsteller in "Platoon" erst so richtig merkte, wie ernst Filmemachen sein kann.
Erträglich werden die Geschichten um Schutzgelderpressungen, Autoklau, Drogenhandel und Hehlerei optisch letztlich nur durch Depp ("Donnie Brasco", "Chocolat") und Peete sowie durch die vielen z.T. dünnen Witzeinlagen. Was mich persönlich an der DVD-Auflage stört, ist die Tatsache, dass das Bild aufgrund der Versäumnisse früherer Zeiten mit einem Steinzeit-Noicereducer totgebügelt wurde und sich die Rausch- wie Farbartefakte permanent durch alle Szenen ziehen. Hier hat man kein Geld für eine digitale Nachbearbeitung ausgegeben, also sollte es der potentielle Konsument den Vertrieben gleichtun. Unter Umständen bietet der alte VHS-Mitschnitt der letzten Wiederholung ein ebenbürtiges Bild. (kh)
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