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Drama
 Der Erde so nah
geschrieben von klaus_h am 06. Jun 2008

The Heart of the Earth

Umschlag-Cover"El Corazón de la tierra" - so lautet die Buchvorlage dieses Films - ist bereits die dritte Variante des Titels. Egal, ob es nun die Nähe zur Erde, das Herz derselben und das Lied über sie ist, gemeint ist der an "Germinal" (Claude Berri, 1993) erinnernde Kampf einer andalusischen Gemeinde gegen die doppelte industrielle Ausbeutung durch eine englische Minenfirma im 19. Jahrhundert. Basierend auf wahren Begebnissen orientiert sich die Geschichte an den fiktiven Biografien zweier befreundeten Frauen.

Der Erde so nah
England/Spanien - 2007
Veröffentlichung: 05.06.08
Regie: Antonio Cuadri
Darsteller: Catalina Sandino Moreno, Sienna Guillory, Bernard Hill, Philip Winchester, Joaquim de Almeida u.a.
"Nochmal"-Faktor: mittel bis hoch
Unsere Wertung: 80%
FSK: ab 16
Laufzeit: 98 min
Sprachen und Tonformate: Deutsch / Englisch Dolby Digital 5.1
Bildformat: 16:9, 2,35:1
Untertitel: Deutsch
Extras: • Trailer (dt./engl.)
• Bildergalerie als Slideshow (2:35)
Als Kinder mussten die Einheimische Blanca (Catalina Sandino Moreno: "Fast Food Nation", "Journey to the end of the night", "Paris je t'aime") und die Tochter des Minendirektors Kathleen (Sienna Guillory: "Resident Evil: Apocalypse") mitansehen, wie ein Massaker an den streikenden Bergarbeitern verübt wurde. Selbst 15 Jahre später leiden sie noch daran. Denn die ökologische Katastrophe im andalusischen Huelvas, wo die Rio Tinto-Minen auf völlig veraltete Art und Weise mittels der giftigen Schwefeldioxiddämpfe absondernden Taleras-Schlote Kupfer fördern, geht weiter - und die Toten von einst sind immer noch nicht gesühnt.

BeispielWider Erwarten hat ihre ungleiche Freundschaft immer noch Bestand, bis diese auf eine unerwartete Probe gestellt wird. Denn Kathleens Onkel Crown (Bernard Hill, der Théoden aus "Herr der Ringe" u. Captain Smith aus "Titanic", "Franklyn") ist weiterhin der Firmendespot und möchte sich nun zur Ruhe setzen. Doch erst installiert er einen in New Mexiko erprobten Amerikaner namens Baxter (Joaquim de Almeida: "Kill Bobby Z", "Vendetta - Die Gangs von New Orleans") als neuen Direktor. In Gestalt dessen Ziehsohn Robert Coyle (Philip Winchester, "alice im wunderland") kommt eine neue Figur ins Spiel, da der attraktive und aufrechte Mann beide Frauen gleichzeitig anspricht.

Baxter ist dabei sehr ambivalent und trotz aller Einsatzfreude bei einer Rettung für einen einzelnen verunglückten Bergmann unnachsichtig bei jeder Kritik durch die Angestellten und selbst willens, Folter einzusetzen. Zu allem Übel lässt Crown auch noch den ehemaligen Hauptmann Nazario (Juan Fernández) an der Spitze einer brutalen Wachmannschaft aus der Versenkung auftauchen, der einst für die Durchführung des Massakers und die abstoßende Beseitung der Leichen verantwortlich war. Ein Streik, der zur Abschaffung der Taleras führen soll, bringt alles zur Explosion.

BeispielMich selbst hat dieser Film optisch und akustisch sehr an "Germinal" und "Gangs of New York" erinnert, wobei er von ersterem sehr viel immanente Sozialkritik und von dem zweiten die Authentizität und Brutalität hat. Außerdem hat es jenes Massaker vom 2. Februar 1888 in Huelvas wirklich gegeben. Als 1954 die Mine durch den immer noch englischen Besitzer aufgegeben wurde, erklärte man sie zum nationalen Mahnmal. Dabei hat die Handlung zwar nicht jene Schärfe Zolas, ist aber dennoch in vielen Aspekten beeindruckend umgesetzt worden.

Der Schlund des Bergwerks, der an eine zinnoberfarbene Potosi-Vision erinnert, mahnt in seiner akustischen Ausstattung an die Isengart-Schilderung. Wem bei diesen "Dolby Surround"-Effekten nicht unwohl wird, hat keine Sensibilität. Die Ausstattung, das Set und die Kameraführung sind sehr gediegen, wobei man bei der Farbwahl in meinen Augen ein wenig zu bunte Kontraste gesetzt hat. Die dominierende Gelbeinfärbung vieler Szenen scheint aber im Moment in Spanien sehr en vogue zu sein.

BeispielWas jedoch irritiert, sind die nicht immer nachvollziehbaren Aktionen der einzelnen Akteure: Warum sollte Robert in einem Moment auf Aufforderung Baxters einen Arbeiter mit brutalen Schlägen zu einem Geständnis zwingen, und sich wenig später sexuell auf die zur Anarchistin gewordenen Kathleen stürzen, obwohl er vor beiden Aktionen eine Affäre mit Blanca hatte? Auch Baxters Wandlung bleibt zum Schluss nicht nachvollziehbar - was sicherlich auch an der Buchvorlage gelegen haben mag, aber der Regisseur hat zusammen mit Doc Comparato ebenfalls am Drehbuch mitgewirkt.

Optisch, akustisch und thematisch eine sehr interessante spanisch-englische Koproduktion, die nicht umsonst den Jury Award des Los Angeles Latino International Film Festivals erlangt hat. Schauspielerisch kann neben Hill besonders Sienna Guillory überzeugen, die im Gegensatz zu Moreno ihre Emotionen nicht hinter einer Maske versteckt. Ein wenig mehr Schlüssigkeit hätte dem Film jedoch gut getan, der am Ende mit einer schnulzigen Taviani-Variante von "Heavens Gate" kokettiert.

Beispiel Vom deutschen Filmtitel her wollte man wohl eine Analogie mit der Edelschnulze "Dem Himmel so nah" ("A walk in the clouds", 1995) von Alfonso Arau erreichen. Doch die einzigen Übereinstimmungen beziehen sich auf den Latino-Hintergrund und die in beiden Fällen stimmige Filmmusik. Unterschiedlicher könnte dieses Drama und die ältere Romanze wohl kaum sein. Aber die Vertriebe lieben wohl derartige Verwirrspielchen. Dafür preist man auf dem Cover irrtümlich Hugh Dancy ("King Arthur") als Mitglied der Crew an, obwohl er bei "Der Erde so nah" überhaupt nicht mitgespielt hat. Copy&Paste-Fehler? (kh)

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