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Science Fiction
 Terminator S.C.C. - Season 1
geschrieben von AngrySmiley am 16. Mai 2009

From Sarah with Love

CoverLange dauert es ja nicht mehr, bis der vierte Teil der Terminator-Saga in die heimischen Kinos kommt. Je näher der Termin rückt, desto größer wird der Hype um den ersten Terminator-Film ohne die steirische Eiche in der titelgebenden Rolle. Da passt es doch ganz gut, dass vor kurzem die erste Staffel von "Terminator:S.C.C." auf DVD veröffentlicht wurde. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf Kämpfermutter Sarah Connor und ihrem Sohnemann John, dem zukünftigen Anführer der Rebellion. Neun Folgen lang tun die Beiden ihr Möglichstes um die bevorstehende Herrschaft der Maschinen zu verhindern, unterstützt von einer sexy Terminatrix.

Terminator: S.C.C. - Season 1
USA 2007
Veröffentlichung: 24.04.2009
Regie: diverse
mit: Lena Headey, Thomas Dekker, Summer Glau u.a.
"Nochmal"-Faktor:mittel
Unsere Wertung: 65%
FSK: ab 16
Laufzeit: ca 368 Min.
Sprachen und Tonformate: Dolby Digital 2.0 (Deutsch, Spanisch), Dolby Digital 5.1 (Englisch, Französisch), Dolby Digital 1.0 (Polnisch)
Bildformat: 16:9 1.78:1
Untertitel: Deutsch (für Hörgeschädigte), Dänisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Spanisch, Norwegisch, Polnisch, Portugisisch, Schwedisch, Tsechisch, Türkisch, Englisch (für Hörgeschädigte)
Extras:
  • Audiokommentare zu 3 Episoden von Produzent Josh Friedman, den Schauspielern und der Crew
  • Die Entstehung der Chroniken: 3-teiliger Blick auf die Entstehungsgeschichte der Serie
  • 52 minütige, ungeschnittene Version von Episode 7
  • CAstingbänder von Lena Headey, Thomas Dekker und Richard T. Jones
  • Storyboard zu ausgewählten Szenen
  • Tanzproben von Summer Glau
  • Nicht verwendete Szenen
  • Verpatzte Szenen
  • Sarah Connor und ihr Sohn befinden sich ständig auf der Flucht. Sie fliehen vor dem Gesetz, bösen Terminatoren und vor überhaupt allem. Selbst in einem kleinen Kaff spürt sie ein Terminator auf und schafft es fast, den Teenager John zu erschießen. Aber die lieblich aussehende Terminatrix Cameron verhindert das in letzter Sekunde. Mit Hilfe eines Zeitreisegerätes können Sarah, John und Cameron ins Jahr 2007 flüchten, wo sie vorerst glauben sicher zu sein. Aber falsch gedacht; zwar gibt es hier auch ein paar Verbündete, aber eben auch ein paar Maschinen, die den Beiden an den Kragen wollen. Also geht der Kampf gegen die Roboter weiter.

    Beispiel Dass John Connor der Anführer der Rebellion gegen die Maschinen ist, wissen wir ja schon seit längerem. Dass er als Teenager aber ein ziemlicher Volldepp war, erfahren wir erst jetzt. Nicht dass seine Mutter besser wäre. Wenn man weiß, dass der Sohn wohl der einzige Mensch ist, der in naher Zukunft die Menschheit retten kann, dann geht man wohl über Leichen um ihn zu beschützen. Nicht so die Familie Connor. Klar, sie dürfen natürlich nicht auffallen, und jeden Tag ein Amoklauf würde da nicht gerade hilfreich sein, aber ein bisschen mehr Kaltblütigkeit hätte ich von Sarah Connor schon erwartet.

    Wenn das FBI einem auf den Fersen ist und der zuständige Agent gefesselt in einem brennenden Haus liegt, dann bringt man sich doch nicht selbst in Gefahr um ihn zu retten. Da freut sich dann zwar das Gewissen, aber die Gefahr bleibt ja doch weiter bestehen. Auch einen Informatiker, der wohl für die Skynet-Computer verantwortlich sein dürfte, verschont Sarah. Erst als Derek Reese, der Bruder von Kyle Reese aus dem ersten Teil, aus der Zukunft auftaucht geht es dem Hacker an den Kragen... aber da ist es natürlich schon zu spät und das Unglück nimmt seinen Lauf. Und deswegen müssen sie Schachcomputer und Ampeln bekämpfen. Kein Scherz.

    Beispiel Ganz wichtig für die Familie Connor ist natürlich auch, dass der Filius brav zur Schule geht. Zwar bringt ihn das auch in Gefahr und lernen tut er dort auch nicht viel, weil ja Terminatrix Cameron seine Hausaufgaben macht, aber anscheinend liegt das der Familie sehr am Herzen. Mir kam es aber eher wie ein Aufruf für Jugendliche vor, nicht die Schule zu schwänzen. Die Story bringt es jedenfalls nicht weiter. Ansonsten ist die Geschichte der ersten Staffel meistens recht interessant. Zwar vollführen die Connors ein paar Aktionen, bei denen man einfach nur den Kopf schütteln muss, aber wären sie so eiskalt wie man es sich von ihnen erwarten würde, dann wäre die Serie wohl schon nach drei Folgen vorbei, und die Gefahr gebannt. Nervig sind auch die vielen bedeutungsschwangeren und absolut unnötigen Kommentare von Sarah Connor am Anfang und Ende jeder Episode. In einer Serie wie "Grey's Anatomy" nervt so etwas ja schon, aber in einer Actionserie wirkt das etwas fehl am Platz.

    Mit der Action der bisherigen drei Filme kann es die Serie natürlich auch nicht aufnehmen. Da wird ewig lange gequatscht und alles zu Tode diskutiert und wenn es dann mal zur Sache geht, ist es auch gleich wieder vorbei. Wenn es aber mal knallt, dann knallt es richtig. Optisch und technisch befindet sich die Serie, wie auch die DVD-Umsetzung, auf hohem Niveau. Nur leider hinkt eben die Story ein wenig nach. Die beste Folge ist Episode Sechs ("Von Maschinen und Menschen") in der sich der schwer verletzte Derek Reese, in Flashbacks, an die Zukunft erinnert. Erstmals kommt ein bisschen die dreckige Endzeitstimmung auf, die zu den Terminator-Filmen gehört. Ansonsten wirkt alles einfach zu sauber und brav, um richtig Stimmung erzeugen zu können.

    Beispiel Der geheime Star der Serie ist sicher Summer Glau ("Serenity"). Sie verkörpert Terminatrix Cameron, die wohl nicht zufällig wie Terminator Erfinder James Cameron heißt. Bei so einem erotischen Terminator wundert es einen schon fast, dass John Connor da nicht auch eine Programmierung für sexuelle Gefälligkeiten eingetippt hat. War Kristina Lokken im dritten Teil noch eine in rotes Leder gepackte Terminator-Domina, so sieht Summer Glau hier aus wie ein All-American Girl, das Anführerin der Cheerleader sein könnte. Dass sie ein kaltblütiger Kampfroboter ist, sieht man ihr nicht an. Und genau das macht ihre Figur so interessant. Lena Headey ("300" ,"The Cave") als Sarah Connor kann im Vergleich zu Linda Hamilton nur verlieren und Thomas Dekker ("Heroes") bleibt als Teenager John Connor auch hinter den Erwartungen.

    Zwar geizt Summer Glau hier mit ihren Reizen, aber die drei DVDs dafür nicht mit Extras. Neben Audiokommentaren zu drei Folgen und der ungeschnittenen siebten Episode gibt es noch ein dreiteiliges Making Of in dem man unter anderem erfährt, dass Hauptdarstellerin Lena Headey nie einen der Terminator Filme gesehen hat und deswegen ihre eigene Vision der Sarah Connor zeigen konnte. Aber auch der technische Aspekt kommt nicht zu kurz. Wir erfahren einiges über die Designs der neuen Terminator-Modelle, über die Optik der sechsten Folge oder bekommen eine der emotionaleren Szenen der Serie erklärt. Ein paar geschnittene und verpatzte Szenen, Storyboards und Castingbänder der Darsteller füllen dann noch den übrigen Platz, der auf den DVDs übrig war.

    Beispiel "Terminator:S.C.C." ist eine nette Ergänzung für die Sammlung jedes Terminator-Fans. Die Geschichte wird weitergesponnen, aber so manches wirkt künstlich in die Länge gezogen, weswegen hin und wieder schon auch Langeweile aufkommen kann. Um aber richtig gut zu unterhalten, gibt es einfach zu viele Momente, in denen man die Handlungen der Figuren nicht nachvollziehen kann und sich einfach nur wundert. Dank der zuweilen starken Optik und einem spannenden Finale macht die Serie dann aber doch Lust auf die zweite Staffel.

    Noch was: Summer Glau wurde gerade erst auf Platz 87 der “MAXIM Magazine's Hot 100“ gewählt. (sd)

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