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Action
Punisher: War Zone (UNCUT)
geschrieben von klaus_h am 28. Nov 2009
Gemetzel-Schlachtplatte
Bereits als Comic ist "The Punisher" nichts für Zartbesaitete. Rache als Selbstzweck ist das Motto jenes Frank Castle, der zunächst die Gangster reihenweise als Strafe für den Tod seiner Familie umbringt. Nach zwei eher mäßigen Verfilmungen (mit Dolph Lundgren, 1989, und Thomas Jane, 2004), die den Hardcore und Splatterfans nicht weit genug gingen, soll nun Ray Stevenson ("Rom") als idealere Besetzung für Furore sorgen.
Punisher: War Zone (UNCUT)
USA - 2008
Veröffentlichung: 04.11.09
Regie: Lexi Alexander
Darsteller: Ray Stevenson, Dominic West, Colin Salmon, Doug Hutchison, Julie Benz, Wayne Knight
u.a.
"Nochmal"-Faktor: nicht existent
Unsere Wertung: 0%
FSK: ab 18
Laufzeit: 99 min
Sprachen und Tonformate: Deutsch / Englisch Dolby Digital 5.1
Extras:
• Making of
• Creating the look
• Audiokommentar m. Lexi Alexander und Kameramann Steve Gainer
• Die Waffen
• Jigsaw
• Original-Trailer
Der hünenhafte Ray Stevenson ("King Arthur", "Outpost", "Mitternachtszirkus", "Bulletproof Gangster") hatte in "Rom" schon einmal die stoische Kampfmaschine, den Ex-Legionär und Halbkriminellen 'Pullo', mit Bravour gegeben. Was ihm dort glaubhaft gelang, sprich einer eigentlich unsympathischen Figur menschliche und selbstironische Züge zu geben, wird hier durch die Plumpheit des Plots von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Denn hier geht es nur um die schiere Scoreliste des Tötens.
Weder optisch anspruchsvoll noch von der Kampfchoreographie her elegant werden von ihm die Mafiosi am Fließband gekillt. Rund 95% des Budgets werden wohl in den Erwerb von Filmmunition geflossen sein. Wenn er gleich zu Anfang beim Mobsterbankett kopfüber als gutes Ziel vom sich drehenden Kronleuchter hängt (bei dem Gewicht?) und per MP im Accord die tumben Handlanger niedermäht, wird die Logik ebenso wie der Geist des Comics in den Schmutz getreten. Aber Splatter-und Goregimmicks scheinen der alleinige Lebensinhalt dieses Films zu sein.
Fazit:
"Ein Mann sieht rot" mutet gegen dieses Machwerk wie hohe Kunst an. Splatter-und Goreeffekte können über fehlende Substanz nicht hinwegtäuschen und wirken einfach nur noch übertrieben ekelhaft wie die mäßige Gruselfratze des Böswichts "Jigsaw" (Dominic West, "300", "Chicago"). Eigentlich gehört ein derartig ungenießbarer Film auf den Index. Alexanders erster Spielfilm, "Hooligans", hatte bessere Qualitäten aufzuweisen. Wenn ich mich nicht irre, mochte Spider-Man den Punisher überhaupt nicht... (kh)
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