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Horror
American Werewolf in London - Special Edition
geschrieben von AngrySmiley am 07. Dez 2009
Lykantrophen-Klassiker
Den Mythos vom Wolfsmenschen gibt es schon seit Ewigkeiten. Dargestellt wurden Werwölfe im Laufe der Zeit von Größen wie Lon Chaney jr. ("Der Wolfsmensch"), Jack Nicholson ("Wolf"), Michael J. Fox ("Teen Wolf") und aktuell von Benicio del Toro in der "Wolfsmensch"-Neuverfilmung. Vor knapp 30 Jahren schockte und amüsierte der als Komödienspezialist bekannte Regisseur John Landis ("Blues Brothers") das Kinopublikum mit seinem "American Werewolf in London", der nun als Doppel-DVD erhältlich ist.
American Werewolf in London - Special Edition
USA 1980
Sprachen und Tonformate:
Dolby Digital 5.1 (Englisch), Stereo 2.0 (Deutsch)
Bildformat:
1,85:1
Untertitel:
Film: D, GB Extras: D, GB, F, I, E, DK, FIN, NL, N, S, P, BUL, HUN, GR, KRO, ISL, HEB, ARAB, TRK, SLO, CZ, RUS, PL
Extras:
Audiokommentar mit David Naughton und Griffin Dunne
Outtakes (ohne Ton!)
Interviews mit John Landis und Rick Baker
Hinter den Kulissen - Das Casting der Hand
Vom Storyboard zur filmischen Umsetzung
Die technischen Effekte
Fotogalerie
Beware the Moon
I walked with a Werewolf
Die Story des Filmes dürfte hinlänglich bekannt sein. Zwei US-Studenten laufen des Nachts durch ein nordenglisches Moor und werden dort von einem Werwolf attackiert. David überlebt den Angriff, sein Freund segnet allerdings das Zeitliche. Nun suchen David Visionen von seinem verwesenden Freund heim, der ihm erklären will, dass er bei Vollmond auch zu einem Werwolf werden würde und sich deshalb lieber umbringen sollte. Beim nächsten Vollmond vollzieht sich auch wirklich die Verwandlung und David tötet mehrere Menschen.
Bei der DVD mit dem Hauptfilm, die uns nicht zur Verfügung gestellt wurde, handelt es sich um die gleiche Veröffentlichung, die es bereits als Single-Disc gibt und die ein paar Extras wie Audiokommentar oder Interviews beinhaltet. Die zweite Disc, die wohl diese Edition zur Special Edition macht, bietet zwar nur zwei Extras, aber die haben es sich dafür in sich. Zum einen gibt es eine knapp 100-minütige Dokumentation über den Film mit aktuellen Interviews aller Beteiligten. Als zweites Extra kann man dann einen kurzen Bericht über Effektguru Rick Baker anwählen.
Im Beitrag "Beware the Moon-Vorsicht vor dem Mond" werden noch mal alle Produzenten, Darsteller und sonst noch wer vor die Kamera gezerrt und über ihre Erfahrungen befragt. Wie sich herausstellt ist diese Dokumentation, die in mehrere Teile gesplittet wurde, durchaus unterhaltsam und auch informativ. So erzählt Regisseur John Landis, dass er die Idee zu "American Werewolf in London" bereits 1969 hatte, als er eine Zigeunerbeerdigung beobachtet. Außerdem gesteht er, dass er Hauptdarsteller David Naughton für die Rolle des David auswählte, nachdem er ihn in einem Werbespot für Dr. Pepper sah.
Interessant wird es wenn auch Rick Baker, der Mann, der für das Make Up und die Optik des Werwolfes verantwortlich ist, zu Wort kommt. So erfahren wir Details über die Szenen, in denen sich David in den Werwolf verwandelt. Baker, aber auch Landis, erklären wie und warum sie die Verwandlung so detailliert zeigen wollten. Später gibt Baker zu, dass das Design des Werwolfes, der durch London rennt, auf seinem eigenen Hund basierte. Dass der Film, der hier immer noch nicht ungeschnitten vorliegt, auch Probleme mit der Zensur hatte, dürfte wohl niemanden überraschen. Nach einem ersten Screening legte man Landis Vorschläge vor, wie man den Film umschneiden könnte, um eine niedere Freigabe zu erreichen. Landis tat dies zwar nicht, behauptete es aber gegenüber der Behörde und bekam seine Freigabe.
Das zweite, deutlich kürzere Feature, dreht sich dann nur mehr um Effektguru Rick Baker. Für "American Werewolf in London" erhielt er den Oscar für das beste Make up und war somit der erste Preisträger in dieser damals brandneuen Kategorie. Baker berichtet von seiner frühen Leidenschaft für Horrorfilme und erzählt stolz, dass er auch am neuen Wolfsmensch-Film mit Benicio del Toro und Anthony Hopkins mitarbeitet. Dadurch, dass die Neuverfilmung erwähnt wird und die restliche Zeit nur mehr über diesen Film gesprochen wird, verkommt dieses Extra fast zu einer kurzen Werbung für den bald in die Kinos kommenden Film.
"American Werewolf in London" zählt sicher, trotz seines Alters, zu einem der Klassiker des Genres. Tiefschwarzer Humor gepaart mit blutigen Effekten sind nach wie vor ein Garant für gute Unterhaltung. Der wirkliche Kaufgrund für diese Special Edition ist aber sicherlich die Dokumentation in Spielfilmlänge, die es zuvor noch nicht zu sehen gab.
Noch etwas: Rick Baker gewann weitere Oscars für seine Arbeit in "Men in Black", "Ed Wood" und "Der Grinch". (sd)
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