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Science Fiction
Torchwood - Kinder der Erde
geschrieben von AngrySmiley am 05. Jan 2010
Rettet die Kinder
Mein lieber Scholli. Da hat man sich 26 Episoden lang an die oftmals naiv bis lächerlichen Szenarien der britischen SciFi Serie "Torchwood" gewöhnt, und dann schlägt die Serie in ihrer dritten Staffel plötzlich eine ganz andere Richtung ein. Aus nur fünf Folgen bestehend ist die mit "Kinder der Erde" untertitelte Staffel deutlich humorloser als die Vorgänger, präsentiert jedoch viel mehr Spannung, Action und auch, man Höre und Staune, einen durchgängigen Handlungsstrang. Jetzt ist also Schluss mit lustig, jetzt geht’s beinhart zur Sache.
Torchwood-Kinder der Erde
UK 2008
Veröffentlichung:
25.09.2009
Regie: Euros Lyn
mit:
John Barrowman, Eve Myles, Garreth David-Lloyd u.a.
"Nochmal"-Faktor:mittel
Unsere Wertung: 80%
FSK: ab 16
Laufzeit: ca 300 Min.
Sprachen und Tonformate:
Dolby Dighital 2.0 (Deutsch), Dolby Digital 5.1 (Englisch)
Bildformat: 16:9 (1,78:1)
Untertitel: Deutsch
Extras:
Making of
Ohne Warnung oder ersichtlichen Grund bleiben plötzlich weltweit alle Kinder stehen und blicken in den Himmel. Wie ferngesteuert sprechen sie unisono davon, dass irgendjemand kommen wird. Genauso schnell wie der Spuk angefangen hat, ist’s dann auch schon wieder vorbei. Die Kinder können sich an den Vorfall nicht erinnern und die Erwachsenen stehen vor einem Rätsel. Nur die Torchwood-Agenten Jack, Gwen und Ianto vermuten Schreckliches. Selbst die britische Regierung merkt schnell, dass der Zwischenfall extraterrestrischen Ursprungs sein muss.
Während die Kinder wiederholt stehen bleiben und neue Botschaften der Ankunft der Aliens verkünden, hetzt die Regierung, anstatt mit ihnen zu kooperieren, ein Killerkommando auf Captain Jack und Konsorten. Zwar können Gwen und Ianto dem Bombenanschlag entkommen, doch Jack wird in tausend Stücke zerfetzt, was ihn natürlich nicht daran hindert, trotzdem wieder aufzuerstehen. Jetzt müssen die Mitglieder von Torchwood gegen die Regierung und die Aliengefahr kämpfen und können dabei (fast) niemandem trauen.
Die beiden vorangegangenen "Torchwood"-Staffeln kann man insgesamt als niveaulose, aber augenzwinkernde Unterhaltung bezeichnen. Sonderlich spannend waren jedoch nur wenige der Episoden. Zu abgedreht die Handlungen, zu lächerlich die Effekte und der Humor trug sein übriges dazu bei, die Spannung aus der Serie zu nehmen. Trotzdem machte die Serie Spass, wobei ich Leute verstehen kann, die nichts mit Captain Jack Harkness und seinen tapferen Torchwoodianern anfangen können (ja, ich meine euch: Aleks und Klaus). Wer also diesen leicht blauäugigen und etwas verspielten Charme der ersten beiden Seasons sucht, muss sich auf eine gehörige Überraschung gefasst machen.
In der ersten Staffel hieß es noch "Im 21. Jahrhundert wird sich alles ändern...". Wer hätte gedacht, dass es so schnell gehen würde. Diese Staffel ist wirklich spannend, und das hat mich anfangs überrascht. Ich wusste zwar, dass es diesmal eine durchgehende Geschichte gibt, und nicht wie zuvor einzelne, nur lose zusammenhängende Episoden, aber dass die Story so mitreissend sein würde, hätte ich mir nicht erwartet. Immer neue Wendungen treiben die Handlung voran und lassen nur wenig Zeit zum verschnaufen.
Verraten darf man nicht zu viel, denn das würde den Spaß aus der doch recht kurzen Staffel nehmen. Nur soviel sei gesagt: Es geht um die Kinder. Aber das verrät der Titel der Staffel ja auch schon. Was es dann aber wirklich mit den Kindern auf sich hat ist, a) durchaus überraschend und b) wirklich böse. Viele Handlungsstränge entwickeln sich richtig fies weiter, was mich zusätzlich verblüffte. Wenn man daran denkt, dass in den ersten beiden Staffel eher Friede, Freude Eierkuchen vorherrschte, dann ist die härtere Gangart dieser fünf Folgen wirklich eine Überraschung.
Zwar ist "Torchwood-Kinder der Erde" kein neues "24", aber die Macher haben gehörig an der Spannungsschraube gedreht und somit hat sich die Serie in eine ganz andere Richtung entwickelt, als man erwartet konnte. Der naive Charme der Serie ging zwar nicht ganz verloren, wurde jedoch auf ein Minimum reduziert, was Fans der ersten beiden Staffeln vielleicht abschrecken dürfte, andererseits der Entwicklung der Serie sicherlich gut getan hat.
Wissenswertes: John Barrowman (Captain Jack Harkness) hat bereits für eine vierte Staffel unterschrieben. (sd)
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