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Animation
Kleiner roter Traktor 15 - Die lustigsten Folgen
geschrieben von klaus_h am 23. Mai 2012
Little Red
Warum selbst bis heute den meisten Erwachsenen die Faszination für niedliche "Stop motion" -Animationsfilme für Kinder nicht ausgegangen ist, lässt sich vielleicht so erklären: das behagliche Gefühl von Nostalgie und Geborgenheit, das von diesen köstlichen Komikhappen ausgeht. "Kleiner roter Traktor" gehört neben "Shaun" und "Thomas uns seine Freunde" zum englischen Repertoire dieses in den Kinderprogrammen geliebten Genre - und das ist auch vollkommen berechtigt.
"Nochmal"-Faktor: hoch für Kinder und Junggebliebene
Unsere Wertung: 85 %
FSK: 0
Laufzeit: 60 min
Sprachen und Tonformate: Deutsch / Englisch Dolby Digital 2.0
Bildformat: 4:3, 1,33:1
Untertitel: Fehlanzeige
Extras: Fehlanzeige
Basierend auf den Büchern von Colin Reeder erleben wir die Abenteuer des kleinen roten Traktors (ein Massey-Harris Pony) im beschaulichen englischen Weiler Plätscherbach auf dem Gösselhof des freundlich-hilfsbereiten Landwirt Jan, der allerlei kindgerechte Abenteuer mit seinen Nachbarn erlebt. Vor dem meist gezeichneten Hintergrund spielen die Szenen in schön detailreich nachgebildeten Dioramakulissen, während die Figuren in Stopmotiontechnik bewegt wurden. Die Episoden sind meist 10 bis 12 Minuten lang und der Vertrieb hat hier sechs Folgen zusammengemixt.
Dazu gehören: # 16. Das große Niesen, # 27. Die Bestie vom Plätscherbach, # 49. Der Doppelgänger, 52. Der Zauberhut, 68. Milchshake, 71. Der Regentanz, Allen Folgen gemein ist das grundlegende Konzept: Missverständnisse führen zur Konfusion, die dank des besonnenen Jan uns seines kleinen roten Traktors aufgedeckt oder behoben wird. Die Geschichten sind für das Zielpublikum simpel gestrickt, beinhalten aber stets eine kleine pädagogische Botschaft, wie zum Beispiel die notwendige Toleranz gegenüber Mitmenschen, Hilfsbereitschaft oder die Bereitschaft zum Zuhören.
In # 27. Die Bestie vom Plätscherbach fällt der Nachbar, Müller Stumpi einmal wieder bei seinen Rasereskapaden mit seinem Quad Flitzer vom Sattel: diesmal jedoch in ein Gülleloch und wird fortan von den ängstlichen Nachbarn, allen voran von Herrn Junker und Mechaniker Walter für die "Bestie vom Plätscherbach" gehalten. Erst beim nächtlichen Zelten der Kinder Max und Emma wird der Irrtum dank Jan und seines Traktors aufgedeckt. Botschaft: Besonnenheit geht vor phantasievoller Panik.
In # 49. Der Doppelgänger bastelt Mutter Laura Jan eine neue Vogelscheuche, um die Saatkrähen zu vertreiben. Diese sieht Jan aber derart täuschend ähnlich, dass sich folgenreiche Missverständnisse ergeben: So hält Herr Junker Jan nun für arrogant, weil dieser - in Wirklichkeit die Vogelscheuche - auf seine Bitten um Hilfe beim Aussähen nicht reagiert und auch Michael plaudert oberflächlich beim Joggen mit dem "Doppelgänger", um sich hinterher darüber zu beschweren, dass Jan seiner Frau seine Botschaft nicht übermittelt habe. Botschaft: aufmerksames Zuhören garantiert eine störungsfreie Kommunikation.
Die aus meiner Sicht lustigste Folge dreht sich um # 52. De(n) Zauberhut. Lokalreporter Knipser hat auf der Seitenwagen-Fahrt zu einer Preisverleihung des "Plätscherboten" Preisgeld und Zylinder verloren. Letzter kugelt dem ungleichen Anglerpaar Walter und Junker vor die Füße. Während Walter wie immer Glück beim Angeln hat, schaute Junker bis dato in die Röhre. Angesichts des Zylinders wünscht sich Junker den Erfolg herbei und angelt augenblicklich eine schöne Forelle. Der naive Junker hält ihn daraufhin für einen Zauberhut, der Wünsche erfüllt.
Auch wenn Walter ihn zunächst für naiv erklärt, ändert sich seine Meinung: er wünscht sich reich zu sein und findet augenblicklich das Preisgeld! Beide schaukeln sich in ihrer Wunschgier hoch, die erst beendet wird, nachdem Jan den an einem Abgrund feststeckenden Lokalreporter findet, samt ihrer Mithilfe rettet und der Irrtum aufgeklärt wird. Botschaft: Das Leben ist kein Wunschkonzert!
Fazit:
Handwerklich solide gemachte Stop-motion-Animation mit beschaulichem Charme und nett verpackter kindgerechter Pädagogik und komischen Momenten. Für Kinder zwischen drei und 93 geeignet. Eine weitere pädagogische Möglickkeit bietet sich mir dem englischen Originaltext, der ebenfalls kindgerecht und leicht verständlich ist. Da kann man auf die fehlenden Untertitel gerade noch verzichten.
(kh)
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