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Horror
Near Dark - Die Nacht hat ihren Preis
geschrieben von AngrySmiley am 11. Okt 2004
Das Jahr 1987 war ein gutes Jahr für Fans des Vampir-Horrors. Zwei Filme wurden fast gleichzeitig veröffentlicht: Joel Schumachers The Lost Boys und Kathryn Bigelows Near Dark.
Während The Lost Boys zu einem der bekanntesten und beliebtesten Blutsauger-Filme mutierte, wurde Near Dark an den Kinokassen weitgehend ignoriert. Trotzdem wurde jetzt eine (längst überfällige) DVD des Films mit einigen Extras veröffentlicht, und Fans des Genres sollten sich diese auf keinen Fall entgehen lassen.
Near Dark USA 1987
Veröffentlichung: 21.05.2004
Regie: Kathryn Bigelow
mit: Adrian Pasdar, Jenny Wright, Lance Henriksen, Bill Paxton u.a.
"Nochmal"-Faktor: Mittel bis hoch
Unsere Wertung: 77%, wegen fehlender Untertitel
FSK: ab 18 Jahren
Laufzeit: ca. 94 Min
Sprachen und Tonformate: Deutsch und English Dolby Digital 5.1, Deutsch DTS
Bildformat: 16:9
Untertitel: Deutsche Untertitel nur bei den Extras anwählbar
Um kurz die Geschichte zu erläutern: Eine kleine Gruppe von Vampiren zieht mit gestohlenen Autos durch die USA. Als Cowboy Caleb die mysteriöse Mae, ein Mitglied der Blutsauger trifft, ahnt er nicht was für schwerwiegende Folgen diese Begegnung haben wird. Unfreiwillig wird auch er zum Vampir und muss fortan die Sonne fürchten. Dass Caleb aber eigentlich gar kein Vampir werden will, wird von seiner "neuen Familie" ignoriert. Sich dem blutigen Handwerk des Tötens um zu Überleben widersetzend, wird Caleb auf die Probe gestellt. Ein Kampf zwischen ihm und den restlichen Kreaturen der Nacht entwickelt sich, in dem es keine Gnade gibt.
Near Dark wirbt für sich mit dem Slogan Der härteste Film der je von einer Frau gedreht wurde. Und Near Dark hält was der Slogan verspricht. Kathryn Bigelow, die später Filme wie Blue Steel, Gefährliche Brandung und zuletzt "Tödliches Kommando" drehte, präsentiert was sich ein Horror-Fan von einem Vampir-Film erwartet: viel Gewalt, viel Sonnenlicht das der empfindliche Vampir-Haut arg zusetzt und sehr viel Blut.
Was in Near Dark allerdings nicht vorkommt, und das ist es was diesen Film von anderen Dracula–Varianten unterscheidet, sind Kreuze oder Knoblauch. Die Klischees die in unzähligen Filmen zu oft vorkamen werden komplett ignoriert. Dies gipfelt darin, dass das Wort Vampir im ganzen Film nie erwähnt wird. Die Blutsauger-Bande erinert auch mehr an eine Gruppe Gesetzloser als an die klassischen Vampire.
Die Bonus-DVD von Near Dark bietet dem interessierten Fan unter anderem eine Fotogalerie, zwei Trailer, die Biografien der Darsteller, Informationen über die Geschichte der Vampire sowie eine entfallene Szene mit Kommentar von Kathryn Bigelow, Storyboards und weiteres. Das Herzstück der Bonus-DVD ist sicher das Making of Living in Darkness. Die Darsteller sowie die Regisseurin wurden über ihre Erinerungen den Film betreffend befragt. Vom obligatorischen Regiekommentar der Regisseurin habe ich zwar nur 30 Minuten angehört, fand ihn bis dahin recht interessant, muss aber sagen das mich dieser Audiokommentar nicht besonders begeistert hat, da gibt es sicher bessere.
Abschließend bleibt nur noch zu sagen, dass Near Dark eine Perle des modernen Horror-Films darstellt, die leider zu lange übersehen wurde. Für Fans des Genres ist diese Doppel-DVD eine absolutes must have.
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