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Komödie
L' Auberge Espagnole - Barcelona für ein Jahr
geschrieben von Aleks_A am 14. Okt 2004
Erasmus ist ein Programm der europäischen Union, das den Austausch von Studenten fördern soll und Studenten erleichtern soll, Auslandssemester und -Jahre zu erleben.
So ergeben sich regelmässig multikulturelle Begegnungen, die fast zu Begegnungen der dritten Art werden können.
L'Auberge Espagnole - Barcelona für ein Jahr Frankreich, Spanien 2002
"Nochmal"-Faktor: Mittel, für den bekif... Ähm lustigen Abend in der Studenten WG
Unsere Wertung: 67%
FSK: ab 6 Jahren (wobei ein 6-Jähriger mit dem ganzen Thema nichts wird anfangen können...)
Laufzeit: keine Angaben
Sprachen und Tonformate: Deutsch, Französisch (wobei es etwa 80% F sind, 15% Englisch und 5% Spanisch) - DD 5.1
Bildformat: 1:1,85 (16:9 anamorph)
Untertitel: Französisch
Extras: Interview mit Barnaby Metschurat
B-Roll, Making Of
Cut Scenes mit Kommentar des Regisseurs
Kurzfilm "Le poisson rouge"
Filmbiographien
Xavier (Romain Duris: "So ist Paris") sollte sich mit Spanien auskennen. Ein Freund seines Vaters könnte ihn helfen, eine gute Position zu bekommen. Aber er sollte sich in Sachen Spanien auskennen. Zum Glück gibt es heutzutage das Eingangs erwähnte Erasmus. Also macht er sich als Austauschstudent nach Barcelona.
Dort landet er in einer wahrlich europäischen WG. Eine Engländerin, eine Spanierin, ein Italiener, ein Deutscher und ein Däne. Dazu kommt er, der Franzose, und danach gesellt sich eine Belgierin dazu. Doch darum soll es hier weniger gehen als um den Chaos, der um Xavier rum geschieht. Nachdem er die Klippen der Bürokratie überlebt hat, landet er in den Klippen seines Seelenlebens. Ausser seiner Freundin kommen ihn zwei weitere Frauen nicht aus dem Sinn.
Also zählen wir doch zusammen: Sieben Kulturen in einer Wohnung, drei Frauen, oder sogar vier? Und ein halbes Jahr Barcelona, oder mehr? Kein Wunder, dass Xavier meint, Erasmus Nachts an seinem Bett zu sehen. Quelle Bordelle!
Grundsätzlich ist der Film tatsächlich witzig genug, um als Komödie zu gelten. Ein Problem hatte ich jedoch damit, dass die Geschichte hin und her wandert. Wahrscheinlich wollte man damit das Chaos der Gefühle des Hauptdarstellers zeigen, doch irgendwie sprang die Geschichte von Detail zu Detail, ohne dass daraus ein Gesamtbild wurde. Man erhält leider nur die einzelnen Mosaiksteine.
Mir gefiel der Film weniger, als er zum Beispiel meiner Frau gefiel. Wir beide haben unser Studium unterschiedlich durchlebt, so dass dies vielleicht eine Rolle im Erleben des Films gespielt hat. Auch empfand sie den Film als durchgängiger, als ich ihn empfand. Witzig empfand ich wiederum die Mischung der Sprachen im Film. Zwar wird vor allem Französich gesprochen, doch Spanisch und Englisch kommen auch oft genug vor, dass ich mich als multikulturell und mehrsprachig Aufgewachsener prompt heimisch fühlte.
Zu den Extras können wir leider nichts sagen, da wir die zweite DVD nicht vom Vertrieb bekamen. Unterm Strich ist "L'Auberge Espagnol" ein hier und dort lustiger Film, der interessante Geschichten erzählt. Leider kann er sich nicht entscheiden, welche Geschichte er hauptsächlich erzählen will. (aks)
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