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Komödie
Jazzclub
geschrieben von maqz am 11. Dez 2004
Der frühe Vogel fängt den Wurm
Oh Mein Gott! Was für ein Film! Was für ein Komödiant, was für ein Musiker! Was für ein Film!
Oh, das war ja zwei Mal "Was für ein Film". Dabei hätte doch ein Mal "Was für ein Film" gereicht. Tja, was mach ich denn jetzt mit dem zweiten "Was für ein Film!"? Ach das wird schon keiner gemerkt haben, dass ich "Was für ein Film" zwei Mal geschrieben habe, oder? Hauptsache er ist mit Helge Schneider!
Jazzclub - Der frühe Vogel fängt den Wurm Deutschland 2004
Veröffentlichung: 02.12.2004
Regie und Buch: Helge Schneider
mit: Helge Schneider, Jimmy Wood, Pete York, Susanne Bredehöft, Hans-Werner Olm, u.a.
"Nochmal"-Faktor: Hoch für Helge Schneider und Jazz-Fans.
Unsere Wertung: 80%
FSK: ohne Altersbeschränkung
Laufzeit: ca. 84 Min
Sprachen und Tonformate: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Untertitel: keine
Extras: keine
Es ist schon ein ganz eigener Humor, den Helge Schneider in seinen Filmen vermittelt. Einen cineastischen Wert haben diese Filme alleine deswegen, weil sie völlig einmalig sind. Jeder, der diesen Schneider völlig unvermittelt im Kino oder in seinem Fernseher trifft, der ist entweder ziemlich geschockt, völlig verblüfft und auf jeden Fall sprachlos.
Die Zuschauer, die von Anfang an sagen: "Was soll denn der Scheiß" können ja wieder ihr Hollywood-Allerlei ansehen und sich weiterhin im Kreis drehen. Schneiders Filme erfordern die Bereitschaft, komplett Fremdes anzunehmen, offen zu sein für seinen Stil und natürlich die Musik. 86 Minuten Helge sind schon keine leichte Kost, aber sie lohnen sich.
Aber warum? Nun, nicht so einfach zu vermitteln. Letztendlich sind die Szenen völlig belanglos, die Schauspieler auch fast alle Laien, oder wie im Fall des 2-Meter-2-Mark-Pflaster-Verkäufers, völlig reale Personen. Teddy Schu (Helge Schneider) ist Zeitungsausträger, Fischverkäufer und Jazzmusiker mit Leib und Seele. Seine Band träumt vom großen Durchbruch, der mangels Zuhörern in einer kleinen Kneipe ziemlich ausbleibt. Keiner mag die DudeldiDudeldiDudeldiDudel-Musik. Nicht der Mieter über der Kneipe und noch nicht mal seine Frau. Doch eines Tages kommt ein Musikproduzent in die Kneipe, dem die Jazzmusik gefällt. Wird Schus Traum in Erfüllung gehen?
Insgesamt ist "Jazzclub" real surreal. Nix für seichte Gemüter und nix für unalberne Seelen. Helge Schneider at his best. Hat was von Chaplin, von Tardi, von Monty Python oder dann doch nicht. Hat halt doch hundertfünfzig Prozent Helge.
Was für ein Film! :-)
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