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Thriller
 Die Apothekerin
geschrieben von klaus_h am 13. Dez 2004

Unterdrückte Sehnsüchte

BeispielGleichzeitig Literaturverfilmung und deutscher Thriller? Vor einigen Jahrzehnten eine undenkbare Kombination. Doch in der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre schaffte es Regisseur Rainer Kaufmann ("Kalt ist der Abendhauch") mit einem deutschen Staraufgebot um Katja Riemann ("Der Bewegte Mann", "Rosenstraße", "Baron Münchhausen"), Jürgen Vogel ("Buddies - Leben auf der Überholspur", "Wo ist Fred?") und Richy Müller ("Irren ist männlich") nach dem gleichnamigen Bestseller einen Film auf die Beine zu stellen, der selbst den Segen der Autorin Ingrid Noll erhielt.

Die Apothekerin
Deutschland, 1997
Veröffentlichung: 06.12.04
Regie:Rainer Kaufmann
mit: Katja Riemann, Jürgen Vogel, Richy Müller, Rainer Zirner, Andrea Sawatzki u.a.
"Nochmal"-Faktor: alle zwei Jahre, ab in die Sammlung
Unsere Wertung: 88 %
FSK: 12
Laufzeit: ca. 108 min
Sprachen und Tonformate: Deutsch Dolby Digital 2.0 u 5.1
Bildformat: 16:9, 1.85:1
Untertitel: Deutsch, Englisch
Extras:
• Making of/Featurette
• Interviews
• Filmographien
• Bildergalerie
Hella Moorman (Katja Riemann, "Fack ju Göhte", "Goebbels und Geduldig", "Er ist wieder da") ist keine alte Jungfer, aber auf dem besten Weg dahin. "Ich habe stets Leute geliebt, die krank oder lebensunfähig waren. Deswegen bin ich Apothekerin geworden", erzählt sie uns aus dem Off.

Als Kind litt sie unter dem Fleischverbot des zum kategorischen Vegetarier gewordenen Vaters. Dies wurde jedoch persifliert, indem ihre Mutter für den Rest der Familie bereits nachmittags zur großen Wurst- und Fleischorgie lud, um danach den Geruch des Betrugs mit Zitronenspray zu überdecken. Da sie wegen einer Kurzschlussreaktion bereits mit sieben Jahren einen Klassenkameraden indirekt tötete, trägt sie gleichsam ein Trauma und unterdrückte Bedürfnisse mit sich herum. Doch ihr wohlgeordnetes Wohlstandsbürgertum gerät unerwartet aus den Fugen, als der Luftikuss Levin (Vogel) in ihr Leben tritt.

BeispielAls (ewiger) Student der Zahnmedizin ist er trotz seiner Flatterhaftigkeit für sie gerade noch akzeptierbar. Bereits bei der ersten Probefahrt mit ihrem neuen Sportwagen, den fortan allerdings meist er steuert, stellt er sie seinem reichen Erbonkel vor.

Dieser residiert in einer traumhaften Villa, in die sich Hella sogleich verliebt, während der Onkel so sehr von ihr angetan ist, dass er Levin testamentarisch dazu verpflichtet Hella zu heiraten. Gesagt, getan.

Doch Levin will an das große Geld und würde allzu gerne das Ableben des alten Hermanns beschleunigen. Bei der Eröffnung des Testaments erlebt er sein blaues Wunder - Hella ist die eigentliche Erbin.

Als neben der schlampenhaften Haushälterin Margot, der Levin nachsteigt, noch deren dubioser Ehemann und Levin-Spezi aus dem Knast auftaucht, beschließt Hella: Margot muss weg! Nur gut, dass man in ihrem Beruf unbegrenzten Zugang zu tödlichen Giften hat. Doch alles kommt natürlich anders...

BeispielDieser Thriller mit komödiantischen Phasen hat alles, was ein guter Film benötigt: gut aufgelegte Darsteller, eine interessante Story, abwechslungsreiche Wendungen und skurrile Charaktere. Störend wirken lediglich die veralteten Überblendungen über Weiß und das häufige Voice-over aus dem Off durch Katja Riemann. Zwar erreicht es keine "Magnum"-Dimensionen, aber eine Beschränkung auf den Anfang des Films, wo sie als Erklärung ausgereicht hätten, wäre mit persönlich lieber gewesen.

Das bereits erwähnte Dreigespann überdeckt geschickt die kleinen Lücken der Geschichte und zieht einen in den Bann, wobei insbesondere Richy Müller als gewaltbereiter Macho mit weichem Kern groß aufspielt und dem vielgelobten Jürgen Vogel ("Fräulein Smillas Gespür für Schnee") in jeder Szene das Wasser reichen kann.

BeispielBei der Bildnachbearbeitung hätte man ruhig die Mitteltöne hochziehen können. So wirkt der Film zwar dem Inhalt angemessen düster, aber bei hellen Tageslichtszenen im sonnigen Heidelberg ist das unnötiger Ballast.

Positiv überrascht war ich von der Ausstattung der DVD. Ausführliche amüsante Interviews mit allen drei Darstellern, dem Regisseur und der Autorin, ein Making of, das eher ein unkommentierter, aber sich selbst erklärender guter Blick hinter die Kulissen ist und die Filmographien runden eine gut überarbeitete DVD ab.

Diesen Film möchte ich jedem empfehlen, der einen kurzweiligen Thriller mit verspieltem Anspruch akzeptiert und genießen möchte. Um Längen besser als viele High-Tech-Produktionen des englischsprachigen Auslands. (kh)


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