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Thriller
Mindhunters
geschrieben von AngrySmiley am 11. Mar 2005
Da waren's nur noch sechs...
Ein Hoch auf Renny Harlin. Er brachte uns bereits Filme wie Stirb langsam 2, Cliffhanger oder Deep Blue Sea. Zugegeben, bei diesen Filmen handelt es sich um keine cineastischen Meisterwerke, aber man wird zwei Stunden lang bestens unterhalten. Und genau das Gleiche gilt für Mindhunters, Harlins Variante der zehn kleinen Negerlein.
mit:
Val Kilmer, Christian Slater, LL Cool J, Jonny Lee Miller u.a.
"Nochmal"-Faktor:
mittel
Unsere Wertung:
85 %
FSK: ab 16
Laufzeit: ca. 102 Min.
Sprachen und Tonformate:
Deutsch und Englisch (Dolby Digital 5.1),
Bildformat:
16:9, 2.35:1
Untertitel:
Deutsch
Extras:
Making of, Musikclip, Internationale Trailer, Trailershow
Eine Gruppe junger FBI-Agenten, die sich gerade in der Ausbildung befinden, wird auf eine einsame Insel gebracht, um dort ihre Abschlussprüfung zu absolvieren. Was als Übung beginnt, wird aber blutiger Ernst als der erste Jung-Agent stirbt. Da sich aber niemand außer den Mitgliedern der Gruppe auf der Insel befindet, muss der Täter unter den eigenen Leuten gesucht werden. Wem kann man nun noch trauen und wem sollte man lieber aus dem Weg gehen? Die Situation spitzt sich weiter zu bis der nächste Mord geschieht. Und der nächste und der nächste...
Wird der Serien-Killer entlarvt werden? Welche Rolle spielt der zwielichtige Detective, der sich der Übung angeschlossen hat? Und warum hat Val Kilmer so wenig On-Screen-Zeit?
Zugegeben, die Grundidee des Films ist nicht gerade bahnbrechend, die Morde und Tötungssequenzen sind manchmal ein bisschen lächerlich und das Ende wirkt dann doch sehr konstruiert, aber Harlin versteht es über die ganze Zeit die Spannung aufrecht zu erhalten. Einige gut platzierte Schockmomente tragen zur Stimmung des Films bei.
Ein besonderer Leckerbissen ist die Besetzung des Films. Val Kilmer ("Alexander", "XIII - Die Verschwörung") und Christian Slater ("Cletis Tout", "Amok - He Was a Quiet Man", "Dolan's Cadillac"), zwei der Hollywood-Bad-Boys, sind mit von der Partie und zeigen, was sie können. James Todd Smith, besser bekannt als LL Cool J, der bereits in Harlins Deep Blue Sea eine Rolle hatte, gibt den gewohnt coolen PIIIEP, der ständig einen passenden Spruch parat hat.
Jonny Lee Miller gibt auch sein bestes und kann in seiner Rolle überzeugen. Mein Problem mit diesem Schauspieler ist, dass er für mich immer der Sick Boy aus Trainspotting sein wird. Wer mich wirklich überraschte, war Clifton Collins jr. Normalerweise ist er ja auf drogenabhängige Gangster spezialisiert, aber in Mindhunters gibt er den ruhigen Profiler, der aufgrund einer Behinderung an den Rollstuhl gefesselt ist.
Ein Problem des Films sind die übertriebenen Todesarten. Zwar sind sie nett anzusehen und haben auch ein gewisses Ekelpotenzial, auf der anderen Seite sind sie aber so bizarr und unglaubwürdig, dass sie fast schon lächerlich wirken. Speziell beim ersten Mord musste ich mir das Lachen verkneifen.
Ein weiteres Problem ist natürlich, dass der Nochmal-Faktor des Films nicht wirklich hoch ist. Wenn man sich den Film das erste Mal ansieht, ist man noch auf die Auflösung gespannt, beim zweiten Mal versucht man vielleicht Fehler im Skript zu finden. Danach wird es aber langweilig, da man ja weiß, wer der Killer ist.
Als Extras bietet die DVD ein Musikvideo und ein durchschnittliches Making Of. Die Schauspieler und Regisseur Harlin schwärmen von der tollen Zusammenarbeit und der interessanten Produktion. Es ist zwar nett anzusehen, bietet aber nicht wirklich neue Einblicke. Zu Ton und Bildqualität kann man nur sagen, dass es sich hier um eine DVD handelt, die technisch einwandfrei ist.
Wer sich also gerne Psycho-Thriller ansieht, bei denen man bis zum Schluss am Rätseln ist, wer der Killer ist, liegt bei Mindhunters richtig. Und Fans von skurrilen Todesarten werden an Mindhunters ebenfalls ihre Freude haben.(sd)
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