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Drama
Lost Junction
geschrieben von AngrySmiley am 26. Mar 2005
Gepflegte Langeweile
Manche Filme schaffen es, zwei gegensätzliche Genres miteinander zu verbinden, ohne eines der Themen zu vernachlässigen. Dracula (von Francis Ford Coppola) war ein guter Horrorfilm, aber ein noch besseres Dama, auch The Sixth Sense kann als Drama oder als Mysterythriller durchgehen.
Es gibt aber auch Filme, die gleiches versuchen, aber kläglich scheitern. Lost Junction zählt leider zur zweiten Kategorie. Thriller und Drama wollten sich für diesen Film einfach nicht verbinden lassen.
Lost Junction
USA 2003
Veröffentlichung:
15.02.2005
Regie: Peter Masterson
mit:
Neve Campbell, Billy Burke, Jake Busey u.a.
"Nochmal"-Faktor:
so gut wie nicht vorhanden
Unsere Wertung:
20 %
FSK: ab 12
Laufzeit: ca. 92 Min.
Sprachen und Tonformate:
Deutsch, Englisch, Französisch ( alle Dolby Digital 5.1)
Bildformat:
16:9, 1.85:1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Niederländisch
Extras:
keine Extras
Jimmy flüchtet vor seiner Vergangenheit, bleibt aber aufgrund einer Autopanne im verschlafenen Ort Lost Junction liegen. Zufällig trifft er auf Missy, die ihm anbietet bei ihr zu nächtigen. Bald merkt Jimmy, dass auch Missy ihre Leichen im Keller hat, oder besser gesagt im Kofferraum ihres Autos. Mit eben diesem Auto, sehr viel Geld und der Leiche ihres Mannes, machen sich die beiden dann aus dem Staub.
Bald trennen sich die Wege von Missy und Jimmy wieder: Sie macht sich auf den Weg zu einem Freund, einem schmierigen Ganoven, der ihr beim Entsorgen der Leiche helfen soll, er fährt zu seinem besten Freund. Bereits nach kurzer Zeit merk Jimmy, dass er etwas für Missy empfindet, und er macht sich auf, unterstützt von dem Freund, Missy aus den Klauen des Kleingangsters zu retten.
Werden Jimmy und Missy glücklich in den Sonnenuntergang fahren können, was passiert mit dem ganzen Geld und wie kann man bloß einen Ort Lost Junction nennen?
Ich gebe zu, ich bin ein großer Fan von Neve Campell. Sie sieht verdammt gut aus, und hat in einigen sehr guten Filmen mitgespielt. Ich bin immer noch der Meinung, dass sie eine der bestaussehendsten Schauspielerinnen ihrer Generation ist, habe aber auf die harte Tour lernen müssen, dass sie auch in sehr schlechten Filmen mitspielt. Zwar ist ihre Darstellung, wie auch die Arbeit der restlichen Schauspieler nicht schlecht, aber gegen das richtig schlechte Drehbuch kommen sie nicht an.
Hauptproblem des Films ist, dass man nicht wirklich weiß, was man sich gerade ansieht. Anfangs meint man es handelt sich um einen Thriller, oder um eine Variation des Film Noir. Später entwickelt sich der Film zu einem romantischen Drama, und dann ist der Film auch schon aus. Mein Problem war, dass ich keinerlei Beziehung zu den Charakteren aufbauen konnte. Zu wenig weiß man über die Figuren, zu wenig wird an ihrer Oberfläche gekratzt.
Prinzipiell war mir egal, was den Personen im Film passierte.
Was man jedoch positiv erwähnen muss ist, dass es sehr viele schöne Landschaftsbilder im Film gibt. Generell ist der Film schön photographiert. Der Film plätschert ruhig dahin, genauso wie im Drehbuch vorgesehen, aber man hätte ruhig ein paar Spannungsmomente ausbauen können.
Abschließend bleibt zu sagen, dass der Film nicht mal Fans der Darsteller empfohlen werden kann. Wer sich über 90 Minuten lang richtig langweilen will, soll sich den Film anschauen, der Rest sollte lieber die Hände von diesem Film lassen. (sd)
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