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Komödie
Die Nacht der lebenden Loser
geschrieben von AngrySmiley am 25. Jun 2005
Seit wann können Zombies denken, feiern und Rugby spielen?
Horrorfilme sind ja zur Zeit sehr beliebt. Und auch das Sub-Genre des Zombie-Horrors findet immer wieder neue Anhänger dank solcher Filme wie 28 Tage später, oder dem demnächst in die Kinos kommenden Land of the Dead von George Romero. Dass Zombies durchaus für ein paar Lacher gut sind wurde auch schon mit dem großartigen Shaun of the Dead klargestellt. "Die Nacht der lebenden Loser" kommt aus der gleichen Ecke, ist aber leider bei weitem nicht so amüsant.
Die Nacht der lebenden Loser
Deutschland 2004
Veröffentlichung:
02.06.2005
Regie: Mathias Dinter
mit:
Tino Mewes, Manuel Cortez, Collien Fernandes u.a.
"Nochmal"-Faktor:
niedrig
Unsere Wertung:
25%
FSK: ab 12
Laufzeit: ca. 90 Min.
Sprachen und Tonformate:
Deutsch (Dobly Digital 5.1)
Bildformat:
1.85:1 in 16:9
Untertitel:
keine
Extras:
Audiokommentar von Regisseur Dinter
Blick hinter die Kulissen
Deleted und Extenden Scenes
alternatives Ende
Fun-Scenes
Interviews
Darsteller-Infos
Easter-Egg
Philip, Konrad und Wurst (was für ein Name!!!) wohnen einem Voodoo-Ritual bei, das leider etwas schief läuft. Auf dem Nachhauseweg haben sie einen schweren Autounfall und wachen später in einer Leichenhalle auf... mit einem Zettel am Zeh. Ausgestattet mit übermenschlichen Kräften und einem unstillbaren Hunger werden sie zu Helden ihrer Schule, kommen aber doch recht schnell drauf, dass das "Leben" als Zombie nicht ganz so toll ist. Mit Hilfe von Goth-Fan Rebecca wollen sie ihr Zombie-Dasein beenden, geraten aber von einer verzwickten Lage in die Nächste. Werden sie wieder zu normalen Menschen? Können sie ihre Traumfrauen trotz ihrer Abnormität für sich gewinnen? Oder werden sie auf ewig als Untote vor sich hinfaulen?
Wer auf hirnlose Komödien im Stile von American Pie abfährt, wird an dieser Zombie-Komödie seine wahre Freude haben. Alle bekannten Teenie-Komödien-Klischees werden hier ausgegraben und mit einer Prise Zombie-Humor vermischt. Ob man über Szenen, in denen sich beispielsweise ein Mädchen übergibt und sofort wieder mit ihrem Date weiterknutscht lachen kann, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden... ich fand es eher abstoßend als amüsant. Generell ist der Humor des Filmes aus der untersten Schublade. Herumrollende Hoden (!!!), zugedröhnte Partygänger die unwissend den Fuß eines Lehrers verspeisen oder ein Zombie, der Michal Jacksons Thriller nachtanzt, über so etwas soll sich also das vermeintliche Zielpublikum des Films amüsieren. Mir war es einfach zu dumm, und die meisten Scherze kamen mir doch irgendwie schon bekannt vor.
Von Regisseur Mathias Dinter, der auch für das Drehbuch verantwortlich ist, stammt unter anderem die Komödie Feuer, Eis und Dosenbier. Ohne den Film zu kennen, behaupte ich, dass dieser wahrscheinlich gleich schlecht sein dürfte wie "Die Nacht der lebenden Loser". Womit ich aber nicht sagen will, dass Dinter ein schlechter Regisseur ist, es hapert einfach am Drehbuch.
Die Charaktere sind aus allen gängigen Klischees zusammengesetzt. Da hätten wir den totalen Loser Philip (Tino Mewes), der allmorgendlich von seiner Mutter geweckt wird und auf seine Morgenlatte angesprochen wird. Oder den unbeliebten Streber Konrad (Thomas Schmieder) und den ständig kiffenden Wurst (Manuel Cortez). Auch das hässliche Entlein in Form von Rebecca (Ex-VJ Collien Fernandes) darf hier nicht fehlen, gleich wie die Schulschönheit oder der Schulschläger.
So schlecht der Film auch sein mag, so gut ist die Ausstattung der DVD. Technisch überzeugt der Film mit guter Bild und Tonqualität und auch die Extras lassen kaum Wünsche offen. Den interessanten Regiekommentar von Regisseur Dinter kann man den ganzen Film über anhören und auch bei den herausgeschnittenen Szenen und dem alternativen Ende anwählen. Interviews, Fun-Scenes, Darstellerinfos und ein Blick hinter die Kulissen runden die DVD dann noch ab.
Man kann nur hoffen, das diese "erste deutsche Zombiekomödie" auch die "letzte deutsche Zombiekomödie" bleibt. Wer Teenie-Komödien richtig lustig findet, soll sich diesen Film anschauen. Alle anderen, die eine richtige Horror-Komödie sehen wollen sollten eher zu Filmen wie Dog Soldiers oder Scream greifen. (sd)
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A democracy, Mr. Cromwell, was a Greek drollery based on the foolish notion that there are extraordinary possibilities in very ordinary people. Cromwell