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Krimi
Wiege der Angst
geschrieben von Aleks_A am 13. Dez 2003
Klein, aber fein
Ich gestehe, nicht jeder Film, den ich sehe, ist ein cineastisches Erlebnis. Ich gestehe weiter: Nicht jeder Film, den ich mag, ist es und nicht jeder Film, den ich wiederholt sehe, ist es.
Ich habe eine Schwäche für die "kleinen" Filme, die mit relativ wenig Budget aber viel Lust und Ideen uns eine Geschichte erzählen. Um genau einen solchen Film handelt es sich bei "Wiege der Angst". Deswegen hat er mir wohl gefallen.
Wiege der Angst USA, 1998
Veröffentlichung: 24.11.2003
Regie: Jennifer Leitzes
mit: Kyra Sedgwick, Stanley Tucci, Robbie Coltrane, Philip Seymour Hoffman u.a.
"Nochmal"-Faktor: Mittel. Netter Film, gute Schauspieler, aber wohl eher was zum Ausleihen
Unsere Wertung: 65%
FSK: ab 18
Laufzeit: ca 92 min.
Sprachen und Tonformate: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 2.0
Bildformat: 4:3
Untertitel: Keine
Claire und Nick (Stanley Tucci, "Darf ich bitten?", "Der große Bluff - Das Howard Hughes Komplott", "Julie & Julia") sind ein Team. Sie arbeiten für "The Boss", und das mit Erfolg. Denn im Gegensatz zu den anderen Mitgliedern der Gang benutzen sie ihr Hirn. Doch der Buchhalter (Hoffman) der Gang will mehr haben, vielleicht die Macht übernehmen. Und dabei stehen ihm Claire und Nick im Wege. Er wird gegen den Boss agieren und es so aussehen lassen, als ob die beiden den ganzen Coup durchgeführt hätten.
Und da wäre noch die Freundin, oder die Mätresse von "The Boss", die langsam die Nase voll von ihrer Rolle hat, und entsprechend mal für die Seite, mal für die andere agiert. Sie tötet den Sohn von "The Boss" und inszeniert große Probleme in der Beziehung zwischen ihm und Claire. Claire sieht in "The Boss" immer noch eine Vaterfigur, "The Boss" weiß nicht, inwieweit er jetzt Claire vertrauen kann.
Ob der Film Spaß macht? Auf jeden Fall, außer den 5 Minuten, in denen sich der Film plötzlich und unerwartet einer Love Story widmet, ist er einfach witzig und spannend. Stanley Tuci ist herausragend in einer Rolle, die ihm viele Möglichkeiten dazu anbietet. Robbie Coltrane gewohnt gut, und der Rest der Schauspieler rangiert zwischen sehr gut und akzeptabel gut. Wenn auch die Geschichte dünn erscheint und nicht besonders innovativ, so ist der Film charmant und witzig genug, dass man darüber hinwegsieht.
Am empfehlenswertesten ist es, sich den Film auszuleihen. Wer ihn dann so sehr mag, dass er ihn öfter sehen würde, soll ihn sich kaufen. Alle anderen werden ihren Spaß an einem guten Film haben, der zwischen Gaunerkomödie und coolem Thriller hin und her mäandriert, ohne den Faden zu verlieren. Erwartet keine große Erleuchtung, lasst euch vom Film tragen und genießt eine gut erzählte Geschichte.
Übrigens: Wer das Gegencover der DVD liest, wird sich fragen, wer den Film denn falsch verstanden hat. Denn dort wird eine Geschichte zusammengefasst, die nicht mit der übereinstimmt, die ich hier erzählt habe. Das einzige, was ich dazu sage ist, dass ich weiß, dass ich den Film (genüsslich) gesehen habe. Von A bis Z von Anfang bis Ende habe ich mir den gesamten Film angeschaut. Und die Geschichte, die ich hier wiedergegeben habe, ist das, was ich gesehen habe. (aks)
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