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Drama
In Sachen Henry
geschrieben von Aleks_A am 20. Dez 2003
Die Verwandlung
Als ich damals diesen Films sah, war ich überrascht. Harrison Ford war mir im Gedächtnis als "Han Solo" oder "Indiana Jones". Ein debiler und unbeweglicher Harrison Ford war für mich was ganz Neues (auch wenn er sich in "Die Waffen der Frauen", vom selben Regisseur, auch dumm angestellt hat).
Allerdings ist das fast die einzige Überraschung, die der Film anzubieten hat.
In Sachen Henry USA, 1991
Veröffentlichung: 01.11.03
Regie: Mike Nichols
mit: Harrison Ford, Annette Benning, Bill Nunn u.a.
"Nochmal"-Faktor: Mittel, seichtes Dahinplätschern kann auch Mal angenehm sein
Henry ist ein erfolgreicher Anwalt, der seine (gut bezahlende) Klientel erfolgreich verteidigt, viel arbeitet, viel Geld sammelt und seine Frau und Kind kaum sieht oder beachtet. Jepp, ihr habt es erraten, Henry ist ein unausstehliches A****loch.
Doch alles wird sich in fünf Minuten ändern. Henry wird zwei Mal angeschossen, und überlebt nur knapp. Die eine Kugel hat seinen Frontallappen getroffen und entsprechend seinen Charakter verändert, die andere traf eine wichtige Ader und führte zu erheblichem Blutverlust. Sein Gehirn ist in Mitleidenschaft gezogen, Henry kann weder reden noch sich bewegen, und muss vieles Stück für Stück neu lernen.
Dabei lernt er auch den "alten" Henry kennen... und hassen. Er wird sein Leben umkrempeln und in die richtigen Bahnen lenken.
Schon damals störte mich an diesem Film, dass er nur im Seichten fischt. Mit so einer Idee hätte man meiner Meinung nach viel mehr machen können. Immerhin spielen sowohl Harrison Ford, wie auch Anette Benning ("The Women") und Bill Nunn exzellent, es macht Spaß, ihnen bei der Arbeit zuzuschauen. Doch das Drehbuch bleibt in gewohnten Bahnen, kann nur geringfügig Spannung erzeugen und hält sonst zu wenig Fleisch parat, als dass er tatsächlich lang in Erinnerung bleiben könnte. Sound und Bild sind gut, auch hier keine Überraschungen oder Besonderheiten.
Dies ist ein Film für einen verregneten Sonntag Nachmittag, ein "feel good movie" für die Zeit, in der man anspruchlos vor der Glotze sitzen und sich berieseln lassen möchte. Ist auch was wert. Aber mich ärgert, dass man mit der Idee und den Schauspielern doch noch etwas mehr hätte machen können. Sei's drum, machen wir uns einen warmen Kakao und setzen wir uns vor "In Sachen Henry". Draußen ist's ungemütlich. (aks)
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