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Action
Die Insel
geschrieben von AngrySmiley am 04. Mar 2006
Ein Klon kommt selten allein
Man kann Michael Bay sicher vorwerfen, dass seine bisherigen Filme eher anspruchslose Actionkracher waren, aber man kann nicht behaupten, dass sie langweilig waren. Jetzt lässt es der "Bad Boys" Regisseur erneut krachen und schickt Ewan McGregor und Scarlett Johansson ins Rennen. Wieder erwartet die Zuseher ein actiongeladenes Abenteuer und diesmal ist auch die Geschichte nicht so oberflächlich wie bisher.
Sprachen und Tonformate:
Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch),
Bildformat:
16:9 (2.40:1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Extras:
Making of
Audiokommentar von Michael Bay (nur über Rom-Link)
In naher Zukunft ist die Erde verwüstet und unbewohnbar. Die Überlebenden leben in einem sterilen, von der Außenwelt abgeriegelten Gebäudekomplex. Jeden Tag wird ein Glücklicher per Losentscheid dazu auserwählt um auf die Insel, das letzte bewohnbare Stück Erde zu reisen. Lincoln Six-Echo (McGregor, "Cassandras Traum", "Long Way Round", "Illuminati") beobachtet zufällig, wie zwei Auserwählte ermordet werden, anstatt in das versprochene Paradies transferiert zu werden. Zusammen mit Jordan Two-Delta (Johansson) flieht er aus der Anstalt und erfährt, dass die Erde keineswegs unbewohnbar ist. Er und die übrigen "Überlebenden" sind bloß Klone von reichen Personen, die sie als Organspender brauchen. Zusammen mit Jordan Two Delta macht er sich auf den Weg nach L.A. um dort seinem Original gegenüber zutreten.
Die erste Hälfte des Filmes ist sehr ruhig, und beobachtet nur die Klone in ihrer sterilen Umgebung. Zwar kommen genug amüsante Szenen vor, sodass nie Langeweile aufkommt, aber wenn man Bays' andere Filme kennt, ist dieser Teil des Filmes doch sehr ungewohnt. Man erfährt viel über die Lebensbedingungen der Klone und auch ein bisschen über die Hintermänner der Organisation, was zur Tiefe des Filmes beiträgt. Man muss natürlich auch zugeben, dass sich diese Vertiefung in die Charaktere sehr in Grenzen hält, insofern bleibt sich Bay selber treu.
Nachdem unsere zwei Freunde ausgebrochen sind, bekommt der Film wieder die von Michael Bay gewohnten Facetten. Verfolgungsjagden, Schießereien und auch ein paar vereinzelte Explosionen lassen den Flüchtenden wie dem Zuschauer kaum Zeit zu Verschnaufen. Zwar gibt es immer wieder Handlungslücken, aber die fallen eigentlich kaum auf... Hauptsache es knallt ordentlich.
McGregor ("Star Wars Episode III") und Johansson ("Lovesong für Bobby Long") bieten beide solide Leistungen als Klone. McGregor tritt ja auch als Original von Lincoln Two-Delta auf, was zu einer der witzigsten Szenen im Film führt. Lincoln Two-Delt versucht den Akzent des Originals, der aus Schottland stammt, nachzueifern. Zumindest im englischen Originalton bietet diese Szene einigen Grund zum lachen. Großartig wie immer ist Steve Buscemi ("Fargo"), der als Komplize der beiden Klone mitwirkt. Zwar spielt er wieder eine leicht abgedrehte Figur, aber es macht immer wieder Spaß diesen Schauspieler in Aktion zu sehen, auch wenn sich seine Rollen immer wiederholen.
Was bei "The Island" wirklich leicht negativ auffällt ist das Product Placement im Film. Der ganze Film ist überfüllt von "versteckten" Werbungen, die gar nicht so versteckt sind. Oft wird der Blick des Zusehers mehrere Sekunden direkt auf das Logo einer bestimmten Marke gerichtet. Das wäre ja noch annehmbar, wenn es sich um nur eine Marke handeln würde, aber in diesem Film gibt es einen wahren Overkill an Product Placement. In einer Szene ist dies aber wirklich großartig eingesetzt worden. Jordan Two-Delta sieht in einem Fernseher einen echten Werbeclip einer bestimmten Marke, in dem die echte Scarlett Johansson mitwirkte. Das ist zwar extrem kaltschnäuzig, erzielt aber einen großartigen Effekt.
Extras bietet die DVD leider nicht viele. Lediglich ein "making of" und der Audiokommentar von Herrn Bay wird uns hier geboten. Um den Kommentar anhören zu können, muss man auf seinem PC ein eigenes Programm installieren, da dass abspielen auf einem herkömmlichen DVD-Player leider nicht möglich ist. Was der Grund für diese Taktik ist, wissen wohl nur die Götter…und die verantwortlichen Herren und Damen bei Warner Bros. (Was machen denn Kunden ohne PC? - aks)
"Die Insel" ist Michael Bays bisher bester Film. Die Trennung von Power-Produzent Jerry Bruckheimer hat ihm sichtlich nicht geschadet. Zwar sind hier die gleichen Elemente vorhanden wie in seinen bisherigen Filmen, aber man kann sicher sagen, dass es eine Weiterentwicklung für Michael Bay ist, allein schon wegen der Auswahl der Story... weiter so Mike. (sd)
Diese DVD wurde uns freundlicher Weise von Gambu.de zur Verfügung gestellt. Beitrag per E-Mail versenden druckerfreundliche Ansicht
Dein Hintern ist dein geborener Feind. Ständig wird er größer und flirtet hinter deinem Rücken mit einem Typ, während du selbst in eine andere Richtung schaust. Coupling