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Action
Sin City
geschrieben von maqz am 30. Mar 2006
(K)ein Respekt vor einem "Kulthit"!
Das Kinojahr 2005 hat für viele Comic-Experten und -Fans einige Träume erfüllt, wenn man bei einer hochwertigen Comicverfilmung von der Erfüllung eines Traums reden kann. Die Blockbuster-Filme von "Spiderman" oder "Die Fantastische Vier" haben die "coolen" Comicleser nicht so interessiert erwartet wie Frank Millers Kult-Serie "Sin City", deren drei (von sieben) Geschichten von Kultregisseuren Robert Rodriquez, Kult-Gastregisseur Quentin Tarantino und dem obligatorischen Comic-Kult Autor und Kult-Co-Regisseur Frank-Miller in einem ersten Film (von insgesamt drei geplanten) inszeniert wurden. Es wurde ein toller Film, der dann trotzdem nicht so gut sein kann, wie die Vorlage.
Sin City USA 2005
Veröffentlichung: 15.12.2005
Regie: Robert Rodriguez, Frank Miller, Quentin Tarantino
mit: Bruce Willis, Jessica Alba, Benicio del Toro, Mickey Rourke, Elijah Wood, Brittany Murphy, Clive Owen, Michael Madsen, Josh Hartnett, Devon Aoki, Powers Boothe, Rutger Hauer, Nick Stahl u.a.
Sprachen und Tonformate: Deutsch + Englisch + Französich + Spanisch Dolby Digital 5.1/td>
Bildformat: (1:1,85) 16:9
Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Italienisch, Spanisch, Griechisch
Extras: Making of
Interviews mit Cast und Crew
Als Lutz Göllner im März 1993 sein Interview mit Frank Miller mit der Frage "Haben Sie irgendwelche Wunschprojekte?" beschloss, antwortete der amerikanische Zeichner/Autor/Regisseur "Nicht wirklich. Obwohl..." Und dann folgte die Aufzählung einiger damals utopisch klingender Wünsche wie z.B. ein eigenes Superman-Comic. Aber eben auch wahr gewordene Utopien: "Jetzt kommt erst mal "Robocop 3" ins Kino. Außerdem habe ich aus "Elektra: Asassin" ein Drehbuch gemmacht, an dem Oliver Stone Interesse hatte. Aber ob das jemals verfilmt wird, steht in den Sternen. Und ich würde ja auch gerne "Sin City" als Film sehen..."
Göllner: "Wer sollte Regie führen?"
Miller: "Das würde ich gerne selbst machen"
(Frank Miller, "Sin City" Band 2, Cross-Cult-Verlag, Asperg 2005, S.212ff)
Und so erfüllte sich für Miller einiges an Film-Wünschen. Und auch für den Cineasten zeigte sich, dass die klar-brutale Ästhetik Millers auf Papier und auf der Leinwand funktionieren kann. Sin City wurde zusammen mit dem "Fan" der Comic-Serie Robert ("Spy Kids") Rodriguez realisiert. Dabei spielte die von ihm bevorzugte digitale Arbeitsweise mit dem gefilmten Material und die Einforderung einiger Gefallen (z.B. den von Quentin T.) eine große Rolle für die gute Qualität des Streifens. Filmpurist Tarantino berichtete begeistert von den digitalen Dreharbeiten während "seiner" Szene als Gastregisseur und wie gut und fast realer als real die Kulissen verwirklicht wurden, die dem Comic fast 100prozentig entsprechen. Er hätte es zwar anders gemacht. Das hätte dann aber ewig viel länger gedauert.
Der Look, die identischen Zitate und Szenarien aus den Büchern, es war und ist eine der besten Umsetzungen eines Comics in einen Film, die ich je gesehen hatte. Doch Comic ist nicht gleich Film. Kein Zurückblättern, die doch andere Wirkung der stillstehenden Bildersequenzen, das persönliche Erlebnis alleine den Comic zu lesen, während Kino eher ein Gruppenerlebnis ist.
Doch eines haben beide Versionen von Sin City gemeinsam: Sie sind schmutzig, blutig, sexy, spannend, aber vor allem eines: hochgradig brutal! Wer darauf nicht gefasst ist, kann sich auch nicht mit dem prominenten Cast trösten. Das Blut spritzt, die Köpfe rollen und Knochen brechen. "Kill Bill 1" und 2 zusammen wirken im Vergleich dazu wie ein Mädchengeburtstag.
Doch ebenso wogen in der Stadt der Sünde die Gefühle in hohen Wellen über Protagonisten und Zuschauer. Eine brutale Film-Noir Romantik vermischt mit harten Kriminalgeschichten und einseitigen schwarzweiss-Dialogen, die immer in einem fulminanten Höhepunkt gipfeln.
Insgesamt hat die DVD eine fantastische Bildqualität und einen donnernden Surroundsound, den dieser Film auch braucht. Dieser einzige "Green Screen Special Effects Star Schauspieler Auftrieb Immer Auf Die Fresse Film" war und ist eines der Highlights des Kinojahres 2005. Die DVD ist es in der mir vorliegenden Form nicht unbedingt. Hier ist die Forderung nach der superduper Special Gold-Edition mehr als berechtig. Das mickrige "Making of" befriedigt den DVDmaniac, aber auch den Normal-Zuschauer in keinster Weise. Ich brauche keine Französisch-Spanisch-Surroundsound Sprachversion mit tausenden Untertiteln! Wo ist der Audiokommentar von den drei Kult-Regisseuren? Ich nehm auch zur Not die Kommentare der Schauspieler, wenn es sie denn mal geben sollte. Dann erfüllt sich auch für mich der Traum nach einer guten Comicverfilmungs-DVD. (mg)
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Mitglied seit: Mai 19, 2009
Artikel: 3
Geschrieben am:12. Okt 2009 - 16:58
Tja, wie soll man die DVD nun bewerten? Der Film an sich verdient bei mir 100 %.
Aber: Die DVD (inzwischen: die vielen DVDs) ist typisch für die immer weiter verbreitete Kommerzialisierung im Metier. Zunächst eine DVD mit magerem Bonusmaterial. Dann kommen die Recut-, Extended-, Collectors-, und was-weiß-ich-noch- DVDs. Hier entfallene Szenen, dort alternative Szenen, da zusätzliches Bonusmaterial ---- für diesen Kommerz-Sch... ganz klar 0 %
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