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Krimi
CSI Grabesstille
geschrieben von Aleks_A am 26. Jun 2006
Pulp-CSI-Fiction
Auf dem Papier liest sich die Idee phantastisch. Auf der einen Seite eine etablierte, erfolgreiche und immer wieder überraschende Krimi-Serie wie "CSI Las Vegas". Auf der anderen ein (nicht nur) Krimi-Regisseur wie Quentin Tarantino, der nicht nur dem "Giallo" neue Impulse gegeben hat, in dem er die europäischen und vor allem asiatischen Ideen in's Amerikanische übersetzt hat, sondern auch immer wieder auf der Suche nach neuen Wegen ist, seine Geschichten zu erzählen (man erinnere sich an seinen Gastauftritt bei "Sin City"). Beides zusammen sollte die explosivste Mischung seit Jahren hervorbrigen. Oder? ODER?
CSI Grabesstille USA/ Kanada, 2005
Veröffentlichung: 26.06.06
Regie: Quentin Tarantino
mit: William L. Petersen, Marg Helgenberger, George Eads, Gary Dourdan, Jorja Fox, Paul Guilfoyle, Eric Szmanda, Robert David Hall u.a.
"Nochmal"-Faktor: Mittel
Unsere Wertung: 65%
FSK: ab 16
Laufzeit: ca. 80 Min.
Sprachen und Tonformate: Deutsch, Englisch DD 5.1
Bildformat: 16:9
Untertitel: Deutsch, Englisch
Extras: Pilotfilm CSI Las Vegas
Pilotfilm CSI Miami
Unsere Truppe heisst jetzt nicht auf ein Mal Mr. Black, Ms. White oder Mr. Pink. Wir haben's weiterhin mit Wissenschaftlern und Kriminologen wie Nick Stokes, Catherine Willows oder Gil Grissom zu tun. Nick hat eine Wette gegen Warrik verloren und muss anstatt bei einem Stripper Lokal in einem verlassenen Viertel seine Untersuchungen durchführen. Doch während er dabei ist, die Beweise zu fotografieren und die Gegend zu überprüfen, verschwindet er und hinterlässt nur die Beweise, seine Kamera und sein CSI-Jacket.
Bald kommt die Truppe darauf, dass Nick entführt wurde. Tatsächlich bestätigt dies ein Paket, das das CSI-Labor kurz darauf erreicht. Eine Million US-Dollar werden darin gefordert oder das Team sieht seinen Kollegen nie wieder. Dieser wiederum ist in einem Glassarg begraben und hat nur knapp bemessene Luft. Die CSI Leute können ihn jederzeit über eine Webcam beobachten. Als Grissom das nicht ganz "koscher" von Katherines halbkriminellen Casino-Boss-Vater organisierte Geld übergibt, sprengt sich der Entführer vor seinen Augen in die Luft und hinterlässt mehr Fragen als Antworten...
Und, macht's BUMM? Ja und nein, "Grabesstille" ist eine gute CSI-Folge, jedoch nicht überragend besser als das, was wir in den letzten fünf Jahren zu sehen bekamen. Als ein "Tarantino"-Film fehlen ihn zu viele der üblichen Elemente (die ich aber schon bei "Kill Bill" vermisste). Was Tarantino sehr gut kann, ist Dialoge zu schreiben. Hier wiederum gibt es kaum die für ihn üblichen Dialoge. Angenehm ist aber, dass wir auch nicht die üblichen Dialoge bekommen, in denen die CSI Mitarbeiter sich gegenseitig erklären, was sie gerade tun, damit auch der dämlichste Zuschauer folgen kann. Stünde nicht überall, dass bei der Doppelfolge Quentin Tarantino Regie führte, hätte ich es nicht mitbekommen(bei all den Trailern? kh).
Die Folge hält sich fast religiös an die gewohnten visuellen und erzählerischen Maßstäbe der restlichen "Las Vegas"-Folgen. Vielleicht war es das, was Tarantino faszinierte - sich dem Korsett der Regeln Anderer zu unterwerfen. Das erfahren wir jedoch nicht, weil (TADAAA!) keine nennenswerten Extras geliefert wurden. Die einzigen Extras, um sie so zu nennen, sind zwei Pilotfolgen von CSI. Kein Kommentar, kein "Making of". Nichts dergleichen.
Fazit
Ton und Bild sind wie gewohnt gut bis sehr gut. Die Folge ist auch gut aufgebaut und erzählt. Aber ein großer Knaller ist "Grabesstille" nicht. Vor allem nicht, wenn man weiß, wer der Regisseur ist. Wer unbedingt alles von CSI zu Hause haben will, wird sich wohl diese DVD kaufen. Allen anderen reicht es wohl, sie sich auszuleihen und darauf zu warten, dass irgendwann mal die "Special Collector's Edition Gold" (oder wie auch immer sie genannt wird) rauskommt, mit Extras, die den Namen auch verdienen. (aks)
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