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Krimi
 Böse Nacht Geschichten
geschrieben von Aleks_A am 13. Jul 2006

26 kurze Momente

Cover "Lesen Sie die Packungs Beilage" sagt man einem bei Medikamenten. Dass man als Redakteur auch das aufmerksame Lesen können sollte, wurde mir bei dieser Doppel DVD klar. Gelesen hatte ich "13 Kurzfilme", und wie ich an anderer Stelle schon Mal erwähnt habe, habe ich eine Schwäche für Kurzfilme.

Ich bekam aber 13 vorgelesene Kurzgeschichten und 13 Kurzfilme, alle vom Pay-TV Sender "13th Street" (nein, nicht Öffentlich Rechtlich, für die man ja auch bezahlt...). Alle in der Richtung Krimi, Mistery oder Science Fiction, was anscheinend zur Richtung des Senders passt.

Böse Nacht Geschichten
Deutschland, 2005
Veröffentlichung: 13.07.06
Regie: Burkhard Wildemann
mit: Hannelore Elsner, Bela B., Omar Sharif, Sandra Speichert, Udo Wachtveitl, Ulrike Kriemer, Kurt Weinzierl, Maria Fürtwängler, Axel Milberg, Ursula Karven, Steffen Wink, Sebastian Koch, Sissi Perlinger, Burkhard Driest, Veronica Ferres u.a.
"Nochmal"-Faktor: niedrig
Unsere Wertung: 45%
FSK: ab 16
Laufzeit: ca. 203 Min.
Sprachen und Tonformate: Deutsch
Bildformat: 1,78:1 (4:3 Full Frame)
Untertitel: Horror! Keine!
Extras: Making of (eher ein Werbe-Featurette)
Audiokommentar von Drehbuchautor Torsten Dewi
“Bequemes Loch Adieu“ von Roger Willemsen, gelesen von Burkhard Driest
Bitte seht mir nach, dass ich euch jetzt nicht die Handlung aller 26 Geschichten wiedergebe. Das würde in die längste Rezension der DVDmaniacs ausarten. Und euch wahrscheinlich zu Tode langweilen.
Zum Prinzip der Kurzgeschichten: Unter dem Namen "Böse Nacht Geschichten" gab der Sender 13 (Plus eine, ich komme später drauf zurück) Kurzgeschichten in Auftrag, die von ebenso viele Personen vorgelesen werden sollten. Man gab den Schreibern eine ungefähre thematische Richtung - eben die des Senders - und eine maximale Länge. Dann durften die Schauspieler eines ihrer Lieblinge vorlesen, auf einem grossen Doppelbett, in Schwarz gekleidet. Mit zwei Feuerstellen, viele Kerzen und rötliche und lila Bettwäsche. Teils mit Musik und Ton untermalt, vor oft in Bewegung stehenden Kameras.

BeispielSo entstanden 14 Lesungen unterschiedlicher Qualität. Besonders gut gefallen taten mir "Der Teppich" von Frank Schätzling. Die Geschichte wird von Axel Milberg exzellent vorgelesen - ach was, vorgespielt! Kamera und Schnitt lassen sich von Spiel und Text begeistern und tragen dazu bei, dass die Lesung interessant bleibt.
Auch gefiel mir "Well Done" von Andreas Eschbach ("Das Jesus Video"). Dabei wurde der Vorleser Steffen Wink manchmal sogar beim nicht-Vorlesen gefilmt. Eher beim entspannten Herumliegen, während seine Stimme aus dem Off tönt. "Well done" ist eine interesante Version des UFO Mythos.
Als letzte Empfehlung bliebe "Doña Margarita de las Nieves" von Burkhard Driest. Eine nette Geistergeschichte (oder doch nicht?), klar vom "realismo Mágico" eines Borges oder García Marquez beeinflusst. Von Sebastian Koch gut gelesen, aber eigenartig geschnitten - mit schnellen Schnitten á la MTV.

Wobei, es ist nicht die letzte Empfehlung. Denn als Extra bekommen wir eine Geschichte von Roger Willensem zu hören. Zwar ist der Vorleser Burkhard Driest nicht der beste, aber die Geschichte ist so hervorragend geschrieben und Herr Driest immerhin auf der Höhe der Geschichte, dass seine Künste ausreichen. "Bequemes Loch Adieu" stand wegen Jugendschutz Bedenken auf der Kippe. Zwar kann ich die Bedenken nachvollziehen angesichts eines Textes, das auch von einem Charles Bukowsky stammen könnte (naja, so hart wie ein Bukowsky ist Willensem zum Glück nicht), aber ich frage mich, wieso ein auf Krimi und Horror spezialisierter Sender partout eine FSK 12 anpeilt. Willensems Geschichte ist nicht Jugendfrei - so what? Sie ist die mit Abstand beste von allen. Wenn die restlichen 13 auf der Höhe dieser Geschichte Nummer 13b gewesen wären, hätte die DVD eine bessere Gesamtnote bekommen.

BeispielDenn die restlichen Geschichten oder Lesungen reichen von mittelmässig bis schlecht. Veronica Ferres liest eine nette Geschichte so gut wie sie nur kann - und das heisst bekanntlich nicht viel.
"Nachts" von Alexa Henning von Lange wird von Hannelore Elsner ("Mein letzter Film") fantastisch vorgelesen, zieht sich aber entschieden zu lange und langweilt nach kurzer Zeit. Schade aber auch.
"Schnauze voll" ist von Kurt Wienzierl ("Kottan ermittelt") hervorragend gelesen, zieht sich jedoch auch wie altes Kaugummi. Dabei ist die Geschichte vom Torsten Dewi, der das Projekt geleitet hat.
Bela B. hält sich zwar glücklicherweise zurück (andere Lesungen die ich von ihm erlebt habe waren klar "overacted"), aber vielleicht hält er sich zu stark zurück. Die Geschichte von Buddy Giovinazzo ist ok, aber nicht mehr.
Zurückhalten tut sich auch Sissi Perlinger. Sie liest das enttäuschende "Hexenwerk" von Wolfgang Hohlbein auf Sparflamme, was der äusserst schwachen Geschichte nicht bekommt. Von Hohlbein hatte ich entschieden Besseres erwartet.

BeispielInteressanter als einige der Geschichten sind die Kommentare von Projektverantwortlichen Torsten Dewi, die als Extra ausgewählt werden können. Sie übertönen teilweise die Lesung und dauern nur ein Paar Minuten. Wieso man nicht daraus anwählbare Präsentationen der Lesungen gemacht hat weiss ich nicht. Vielleicht scheut Herr Dewi die Kamera (was natürlich jedem erlaubt sei). Und während die Informationen interessant sind, so werden sie von Herr Dewi anscheinend vorgelesen - und er liest schlechter vor als Frau Ferres.

Auf der zweiten, der "Bonus" DVD befindet sich eine Reihe von Kurzfilmen, deren Rahmenhandlung es ist, von Omar Shariff als Taxifahrer "erzählt" zu werden. Diese "Großstadtschocker" genannten Geschichten geben urbane Mythen wieder und sind mittelmäßig bis gut gedreht. Kleine Fernsehkurzfilme eben, bei denen nichts besonders heraussticht. Halbegs witzig und nicht langweilig. Leider gibt es hier kein Originalton oder Untertitel.

BeispielFazit
Mir gefällt die Grundidee der "Böse Nacht Geschichten" zwar ganz gut - aber nicht als Idee für eine DVD. Diese gefilmte Lesungen sind weder spannend genug, noch sind die Geschichten oder die Leser in Gänze gut genug, als dass ich die DVD empfehlen könnte. Da solltet ihr eher zum Buch oder zum gesondert aufgezeichneten Hörbuch greifen. Auch die Kurzfilme der zweiten DVD reissen mich jetzt nicht vom Hocker.

Wenn alle Geschichten wie die von Herrn Willensem oder zumindest wie die von Schätzing oder Eschbach wären, und die Leser auf dem Niveau von Axel Milberg, Hannelore Elsner oder Kurt Weinzierl wären - dann hätte ich womöglich anders über das Projekt gedacht. (aks)

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Von Kommentare
klaus_h
DVDmaniac


____________
Mitglied seit: Aug 21, 2004 Artikel: 1400
Location:Solingen
Geschrieben am:14. Jul 2006 - 13:38
Schade, dass eine gute Grundidee mit den mäßig bis schlechten Sprech- bzw. Vortragsstimmen so genannter Stars zum dünnen Wassersüppchen degeneriert. Frau Ferres, die einst bei einem Freund in dieselbe Klasse ging (interessante Hintergrundinfos ,-) und vor der ein einstiger Lehrer heute noch sagt, "sie wollte schon damals bessere Noten haben, als sie verdiente", halte ich IMHO für die überschätzteste Schauspielerin im deutschen Sprachraum, die ausgerechnet in Rossini die beste Persiflage ihrer selbst gibt... Aber so etwas verkauft sich über den Starkult und Hörbuchtrend ohnehin.
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