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Willkommen bei den Sch'tis

Beiträge / Komödie
geschrieben von AngrySmiley am 28.09.2009, 00:00 Uhr

Komödie des Jahres

CoverBereits im Kino wurde "Willkommen bei den Sch’tis" zum Überraschungshit des Jahres und avancierte zum erfolgreichsten französischen Film aller Zeiten. Nun, nach einer gefühlten Ewigkeit, gibt es die Komödie endlich auch auf DVD und ist natürlich wieder enorm erfolgreich (Platz 1 der DVD Kaufcharts). Aber ist die Komödie wirklich so gut, wie alle sagen? Die kurze Antwort: Ja. Für die Lange müsst ihr

Willkommen bei den Sch'tis
Frankreich 2008
Veröffentlichung: 17.09.2009
Regie: Dany Boon
mit: Kad Merad, Dany Boon, Zoé Félix u.a.
"Nochmal"-Faktor: hoch
Unsere Wertung 100 %
FSK: ohne Altersbeschränkung
Laufzeit: ca 102 Min.
Sprachen und Tonformate: Deutsch (DD 5.1), Französisch (DD 5.1)
Bildformat: 2,35:1
Untertitel: Deutsch
Extras:
  • Im Synchronstundio mit "Stromber" Star C.M.Herbst
  • Interview mit Dany Boon
  • Bergues - eine Stadt im Ausnahmezustand
  • Trailer(show)
  • Nachdem sein Versuch, sich eine Versetzung an die Cote d’Azur zu erschleichen aufgeflogen ist, wird der Postbeamte Philippe in ein kleines Provinzkaff im Norden Frankreichs strafversetzt. Von vielen grässlichen Erzählungen eingeschüchtert bereitet sich Philippe auf das Schlimmste vor, merkt aber schnell, dass die vielen Vorurteile über den Norden des Landes nicht stimmen. Zwar versteht er die Einheimischen wegen ihres Dialekts zu Anfangs kaum, aber nachdem er nach kurzer Eingewöhnungsphase diese Sprachbarriere beseitigt hat, lernt er die Menschen im Norden Frankreichs lieben.

    Beispiel Dieser Film hat mich fast das Leben gekostet. Während einer Szene musst ich so laut und lang lachen, dass ich wirklich schon befürchtete keine Luft mehr zu bekommen. Dass mein Leben nicht an mir vorbeizog, wie es ja so oft heißt, lag nur daran, dass schon der nächste Lacher folgte, und ich gar keine Zeit hatte zu sterben. "Willkommen bei den Sch’tis" ist wirklich zum schreien komisch, und kann sich locker den Titel "Komödie des Jahres" anheften. Ohne große Stars (höchstens Christoph Maria Herbst in der Synchro) gelang dem Film, wovon Andere nur träumen können: Über 100 Minuten beste Unterhaltung für die ganze Familie.

    "Willkommen bei den Sch’tis" hat Gute-Laune-Kino ganz groß auf seine Stirn geschrieben. Von Anfang an geht es gleich richtig zur Sache, ein Lacher jagt den anderen. Erinnert Philippe zu Anfangs in seiner Hektik noch an den großen Louis de Funès, so ändert sich der Humor sobald er in Bergues, seiner neuen Heimat im Norden Frankreichs angekommen ist. Ab da läuft sehr viel des Witzes über die Sprache, speziell der anfangs schwer verständliche Dialekt der Eingeborenen ist zum Schreien. Aber auch jede Menge Slapstick Aktionen kitzeln das Zwerchfell. Jetzt ist die Handlung des Filmes zwar eher konventionell (Fremder muss sich unter Eingeborenen einleben), aber das tut dem Film nicht weh. Die netten Figuren und die vielen von Slapstick bis Wortwitz reichenden Einlagen benötigen keinerlei außergewöhnliche Rahmenhandlung.

    BeispielDass es in dem Film eigentlich um die herzlichen Menschen des Landes geht, und dass Regisseur nie daran gedacht hätte, dass seine kleine Komödie über seine Heimat - er ist selbst Sch’ti - so erfolgreich wurde, erzählt er ausführlich im Interview. Auch informiert er uns, dass seit seinem Film der Tourismus in der Gegend floriert, was man im Extra über die Stadt Bergues noch mal sieht. Da erzählt eine Anwohnerin, dass seit neuestem sogar japanische Touristen durch das kleine, eigentlich langweilig und eher uninteressante Städtchen flanieren und alles photographieren.

    Vor einem Problem standen Christoph Maria Herbst ("Stromberg") und das Übersetzerteam als es daran ging den Sch’ti Dialekt ins Deutsche zu übertragen. Man habe überlegt einfach einen bereits existenten Dialekt oder Akzent zu verwenden, entschloss sich aber dann dagegen und erfand einfach einen ganz neuen Akzent. Das dürfte wohl die beste Entscheidung gewesen sein, da der Film sicher nur halb so witzig gewesen wäre, würden die Sch’tis plötzlich Sächsisch oder Bayrisch sprechen. Auch wenn es nur diese drei Extras gibt, sind sie doch sehr informativ und durchaus sehenswert.

    Beispiel Wenn nicht der Film des Jahres, so ist "Willkommen bei den Sch’tis" zumindest die Komödie des Jahres. Zu recht haben sich schon im Kino die Zuschauer über die Erlebnisse von Phillipe mit den Sch’tis schlapp gelacht. Ein leichter Film, der einen durchgehend lachen lässt, und nach dem man sicher noch länger über die eine oder andere Szene lachen kann. Den Film sollte man unbedingt gesehen haben. Wer hier nicht lacht ist selber schuld.

    Noch was: Laut IMDb ist ein Remake des Filmes in Planung. Jede Wette, dass das in die Hose geht. (sd [1])

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