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Freitag, der 13. - Teil 5

Beiträge / Horror
geschrieben von AngrySmiley am 04.02.2010, 00:00 Uhr

Der falsche Jason

CoverJason ist tot... lang lebe Jason. So könnte man Teil 5, eigentlich aber wohl jeden beliebigen Teil der scheinbar unendlichen Geschichte über Jason Voorhees, den untoten Killer mit einer Vorliebe für Macheten und Hockeymasken, auch nennen. Im vorausgegangenen vierten Teil wurde Jason zwar getötet, das scheint ihn allerdings nicht davon abzuhalten in dieser, unheimlich clever, mit "Ein neuer Anfang" untertitelten Fortsetzung wieder einigen Teenagern an den Kragen zu wollen... oder???

Freitag, der 13. - Teil 5 - Ein neuer Anfang
USA 1985
Veröffentlichung: 04.02.2010
Regie: Danny Steinmann
mit: John Shepherd, Melanie Kinnman, Shavar Ross u.a.
"Nochmal"-Faktor: niedrig
Unsere Wertung: 45%
FSK: ab 16
Laufzeit: ca 88 Min.
Sprachen und Tonformate: Dolby Digital Mono (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch)
Bildformat: 1,78:1 anamorphic widescreen
Untertitel: Deutsch, Englisch (für Hörgeschädigte), Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Finnisch, Französisch... und viele mehr
Extras:
  • Kinotrailer
  • Nachdem er vor Jahren Jason Voorhees getötet hat, wird der introvertierte Tommy in eine experimentelle, offene Psychiatrie gebracht, um dort wegen seines Traumas und seiner Aggressionsausbrüche behandelt zu werden. Schon kurze Zeit nach seinem Eintreffen dreht einer der jugendlichen Patienten durch und geht, scheinbar grundlos, mit der Axt auf einen anderen Insassen los. Selbstverständlich bleibt es nicht bei diesem einen Toten und schon in derselben Nacht geht unser maskierter Killer auf Beutezug.

    BeispielPrinzipiell ist der fünfte Teil nichts anderes als eine Mogelpackung. Man verzeihe mir den Spoiler, aber Jason Voorhees kommt hier gar nicht vor. Es handelt sich nur um einen Nachahmungstäter. Würde das von Anfang an klar sein, könnte man sicher seinen Spass dabei haben herauszufinden, wer denn der manische Killer ist. So erfährt man aber erst zum Schluss, dass hier kein untoter Maskenträger die Patienten kalt macht, sondern ein Mensch aus Fleisch und Blut. So war ich nicht nur enttäuscht, dass Jason hier nicht vorkam, sondern auch einigermaßen verwirrt, wer sich denn da eigentlich seine Maske aufgesetzt hat. Mag sein, dass ich nicht gut genug aufgepasst habe, wem das Gesicht unter der Maske gehörte; so musste es ich dann allerdings nochmal online nachlesen.

    Ansonsten bietet "Freitag, der 13. – Ein neuer Anfang" alles, was ein guter 80er Jahre-Slasher bieten muss... naja, bis auf Jason eben. Blutige und teilweise irrsinnige Morde (check), nackte Brüste (doppel check), beknackter 80er Jahre Soundtrack (check) und auch die größtenteils talentfreien Darsteller, von denen man danach kaum mehr etwas gehört hat, kann man abhaken. Würde der Film nicht "Freitag, der 13." [1] heißen sondern "Psychokiller im RTL-Erziehungscamp" wäre man am Ende auch gar nicht so enttäuscht darüber, dass es sich nur um einen Slasher, ohne die wirklich Ikone der Serie handelt. So bleibt aber der etwas bittere Nachgeschmack des Etikettenschwindels.

    BeispielWie auch bei den übrigen Neuerscheinungen der alten Filme gibt es neben dem Kinotrailer keinerlei Extras auf der DVD. Prinzipiell ist der fünfte Teil der Jason-Saga ein unterhaltsamer, wenn auch recht einfallsloser Slasher, der vorgibt mehr zu sein, als er wirklich ist. Und obwohl der echte Jason hier gar keinen Auftritt hat, gefiel mir dieser Film sogar etwas besser als Teil Zwei der Serie.

    Noch etwas: Die Darstellerin der Tina heißt, kein Scherz, Debi Sue Voorhees. Wie cool ist das denn? (sd [2])


    2133, 1681, 1997, 1334, 1413, 1558, 1435

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