Stupid White Men!
Die Erde ist eine Kugel, die Sonne dreht sich um die Erde und der Mensch stammt vom Affen ab. Drei Behauptungen, die zu bestimmten Zeiten in der Menschheitsgeschichte zum direkten und schrecklichen Tode geführt hätten. Natürlich alles im Namen Gottes! Die Aussage, das der Mensch von niederen Lebewesen abstamme und nicht aufgrund der christlich geprägten Schöpfungsgeschichte entstand, wurde in Amerika sogar bis in die Neuzeit unter Strafe gestellt. Im Film wird dieses Thema beeindruckend vorgetragen.
Wer den Wind sät! USA 1960 |
| Veröffentlichung: 24.05.2004
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| Regie: Stanley Kramer
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| mit: Spencer Tracy, Fredric March, Gene Kelly, u.a.
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| "Nochmal"-Faktor: Hoch! Ein Plädoyer gegen Ignoranz und für Vernunft. |
| Unsere Wertung: 85% |
| FSK: Ab 16 Jahren |
| Laufzeit: ca. 122 Min |
| Sprachen und Tonformate: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Castellano (Mono)
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| Bildformat: 4:3 Vollbild |
| Untertitel: Französisch, Niederländisch, Griechisch, Rumänisch, Englisch für Hörgeschädigte. |
| Extras: Keine. |
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Wer sich fragt, warum ein amerikanischer schwarzweiß Film ein beeindruckendes Argument für die Meinungsfreiheit und Vernunft ist, der hat diesen Film noch nicht gesehen. Diese DVD-Edition kommt zwar nur mit einem Monoton, aber mit einer beeindruckenden und schmutzfreien Bildqualität. Wie immer bei MGM kommt die Silberscheibe mit enorm vielen Sprachversionen und Untertiteln daher und in diesem Falle mit überhaupt keinen anderen Extras.
Umso wichtiger ist damit die Qualität des Films: "Wer den Wind säht" spielt im Südstaaten-Städtchen Hillsboro in den 20er Jahren. Hier ist es gesetzlich verboten Darwins Evolutionstheorie an der Schule zu lehren. Der Lehrer Bertram T. Cates (gespielt von Dick York) setzt sich über das Verbot hinweg und wird verhaftet. Der Vertreter der Anklage ist der bigotte Lokalpolitiker Matthew Harrison Brady (Frederic March) und er besteht darauf, dass die biblische Schöpfungsgeschichte an den Schulen gelehrt werden soll. Sein Gegenspieler ist der aufgeklärte Anwalt Henry Drummond (Spencer Tracy) im Kampf um die wahre "Wahrheit".
Je länger ich diesen Film gesehen haben umso mehr bin ich davon überzeugt, daß sich viele Amerikaner (äh, und leider nicht nur die - aks) immer noch so aufführen und (wissenschaftliche) Erkenntnisse im Namen des Herren ignorieren und andere dazu zwingen wollen dies auch zu tun. So ist "Wer den Wind säht" einer der wichtigen zeitlosen Filme, der in jede DVD-Sammlung gehört. Und wer mit den Inhalten allein noch nicht überzeugt ist, dem werden mit Spencer Tracy und Gene Kelly (in einer ungewöhnlichen und gut gespielten Rolle) gute Schauspieler geboten, die den Film zu einem cineastischen Genuss machen. (mg [1])
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