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Lasst mich Leben!

Beiträge / Drama
geschrieben von Aleks_A am 14.07.2004, 00:00 Uhr

Cover"Based on a true story" wird heute mehr als insider Witz benutzt denn als Tatsachenbehauptung. Doch wie vieles was als Witz-Zitat endet war es Mal wichtig klar zu machen, wann der Wahrheitsgehalt einer Geschichte aus der "Traumfabrik" doch höher war als das übliche absolute Minimum.

So eben hier. Robert Wise (West Side Story, The Day the Earth Stood Still und unzählige andere Klassiker) erzählt uns eine Geschichte, die auf Recherchen des Journalisten Montgomery und den Briefen der Beschuldigten basiert.

Lasst mich Leben!
USA, 1958
Veröffentlichung: 24.05.04
Regie: Robert Wise
mit: Susan Hayward, Simon Oakland, Virginia Vincent u.a.
"Nochmal"-Faktor: Mittel. Sauguter Film, saugute Schauspieler.
Unsere Wertung: 82%
FSK: ab 12
Laufzeit: Ca. 114 Min.
Sprachen und Tonformate: Deutsch, Englisch, Französisch, Italie-nisch, Spanisch, alle Mono
Bildformat: 4x3 (1.66 :1)
Untertitel: Französisch, Niederländisch, Griechisch; Englisch für Hörgeschädigte
Extras: keine
Barbara "Bonnie" Graham (Susan Hayward) liebt Parties und das gute Leben. Sie hat keine Probleme damit, leicht am Rande der Legalität zu agieren. Nach einem Jahr im Gefängnis wegen Meineid verdient sie sich wieder illegal oder halb legal ihr Geld. Doch irgendwann wird ihr das ganze zu brenzlig und sie entscheidet sich für ein bürgerliches Leben: Hausfrau und Mutter.

BeispielDoch mit einem Mann, der jeden Cent verspielt, und auch gerne Schläge verteilt ist das gute bürgerliche Leben kein Zuckerschlecken. Also schmeisst sie ihren Mann raus und mogelt sich Mal wieder durch's Leben. Doch diesmal ist ihr die Polizei dicht auf den Fersen. Sie wird festgenommen und des Mordes beschuldigt. Bei einem Film, dass sich "Lasst mich Leben! [1]" könnt ihr raten, ob sie zum Tode verurteilt wird oder nicht. Die Frage ist eher, ob und wie sie die Verurteilung abwenden kann...

BeispielWas für ein unglaublich guter Film! Gute Regie, gutes Drehbuch, gute Schauspieler. Klar, das Schauspielern ist leicht affektiert, so wie es damals typisch war. Doch es hält sich in Grenzen. Die stolze Barbara ist eine Figur, die sich dankbar jeder Schauspielerin anbietet, und Susan Hayward nimmt diese Chance gerne auf - einen Oscar (den einzigen ihrer Karriere) und einen Golden Globe gab's erwartungsgemäss auch dafür.

Eine hervorragende Bildqualität mit scharfem schwarz weiss und ein für das Alter akzeptabler Ton runden das Bild eines guten Filmes ab, das die Geschichte eines "verlorenen Mädchens" erzählt, das zur falschen Zeit am falschen Ort war. (aks [2])

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