Verwirrspiele
Ranma ist ein Junge, der... Nee, falsch. Noch einmal:
Ranmas Vater ist ein Panda der... Häh? Mist, worauf habe ich mich da eingelassen?
Noch einmal von vorne: Ranma, ursprünglich ein Junge, besitzt eine von ihm höchst ungeliebte Eigenschaft: Wenn er mit kaltem Wasser begossen wird, wird er zum Mädchen. Eine Geschlechtsumwandlung, die solange dauert, bis er mit heißem Wasser begossen wird.
Ranma 1/2 - Box 1 Japan, 1989 |
| Veröffentlichung: 12.12.2003 |
| "Nochmal"-Faktor: Mittel. Angenehme und anspruchslose Unterhaltung, aberwitzig und albern |
| Unsere Wertung: 70% |
| FSK: ab 14 |
| Laufzeit: 11 Stunden, 15 Minuten, da hat man lange was davon |
| Sprachen und Tonformate: Deutsch DD 2.0 |
| Bildformat: 4:3, manche Unsauberkeiten bei der Bildführung, die vielleicht schon im Original vorhanden waren. |
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Ähnlich ergeht es seinem Vater. Wenn er mit kaltem Wasser in Kontakt kommt, wird er zum Riesenpanda. Heißes Wasser macht aus ihm wieder einen Menschen.
Beide sind beim Karatetraining in China in verfluchtes Wasser gefallen und der Fluch wirkt sich nun in dieser Form auf sie aus. Ebenso verblüfft wie die Zuschauer sind die Töchter von Herrn Tendo: Ranma soll sich mit einem der Mädchen verloben, damit Herrn Tendos Kampfsportschule an einen männlichen Erben weitergegeben werden kann.
Schnell entwickelt sich eine zwiespältige Freund-/Feindschaft zwischen Ranma und Akane, der sechzehnjährigen Tochter von Tendo-San. Direkt an Ranmas erstem Schultag entwickelt sich wiederum eine Feindschaft zwischen ihm und Kuno, der ein besonderes Interesse an Akane hat.
Weiter geht's in der "Comedy of Errors": Kuno verliebt sich in Ranma - als Mädchen. Kuno hält Ranma (als Junge) für den Mann, der Ranma (als Mädchen) hoffnungslos unterdrückt und gleichzeitig mit Akane verlobt ist. Kuno selber ist in Ranma UND Akane verliebt. In einem anderen Handlungsstrang erfahren wir, dass der Akupresseur der Familie Tendo, Herr Tofu, und die ältere Tochter der Familie - Mitsumi - Wohlgefallen aneinander finden, während Akane und Ranma sich langsam näherkommen.
Bald lernen wir noch jemand neuen kennen: Ryoga Hibiki, ein Junge ohne jeglichen Orientierungssinn, der aus einem mehr als nichtigen Grund mit Ranma ein Hühnchen zu rupfen hat, (Ranma hat in seiner alten Schule das letzte Maisbrot bekommen, und das wollte Hibiki nun mal für sich selbst. Naja, und das letzte Chow-Mein-Brot auch, und das letzte Algenbrot...) mischt sich ins Geschehen ein. Nun hat er eine lange Reise auf sich genommen, um sich bei Ranma dafür zu rächen... und wir sind erst bei der siebten Episode (von 27)
Wenn ihr ob der vielen Wendungen in der Geschichte verwirrt seid, dann wisst ihr, wie's uns ergangen ist. Ranma 1/2 ist ein aberwitziges Anime, das für angenehme Kurzweil sorgt. Wenn man dazu noch bedenkt, dass Anime Virtual uns für einen angenehmen Preis 27 Folgen der Serie liefert, könnte man doch durchaus erfreut sein. Dazu kommt noch die m.E. sehr gute Idee, die DVDs auch einzeln in Thinpaks zu verfrachten. So kann man mit der Serie zu Freunden fahren, ohne gleich die ganze Box mitnehmen zu müssen. Wieso jedoch die Serie erst ab 14 von der FSK [1] freigegeben wurde, wissen wohl nur die Damen und Herren Sittenwächter, denn ich kann mir vorstellen, dass auch jüngere Spaß an diesem Anime haben, ohne "verroht" zu werden. Aber die Damen und Herren Sittenwächter werden sich wohl was dabei gedacht haben (wer's glaubt...)
Mich persönlich stört jedoch, dass bei der Serie kein japanischer Ton mit dabei ist und dass das Bild manchmal "wackelt". Zweiteres kann jedoch schon ein Fehler im Original gewesen sein, das kann ich nicht einschätzen. Dass das Bild durch die NTSC zu PAL Kovertierung die üblichen Unsauberkeiten aufweist, damit kann ich leben. Schließlich weiß ich, wie schwierig eine solche Konvertierung ist.
Die Zeichnungen sind gut, aber nicht überragend, der Ton ist gut, die Synchro klingt in Ordnung. Zum Glück sind Vor- und Abspann jeweils ein Kapitel, so dass man beide wenn gewünscht überspringen kann. Alles in allem sind die Geschichten banal, bescheuert und albern - weswegen die Serie einfach nur Spaß macht und man sich im Sofa zurücklehnen, das Gehirn ausschalten und an einem Abend mehrere Folgen sehen kann. Wer die Komödien der 1960er mag mit z.B. Doris Day und natürlich wer Animes mag wird hieran bestimmt viel Spaß haben. Und auch sonst sollten Freunde lockerer Unterhaltung Ranma 1/2 in ihre Überlegungen einbeziehen. Wenn euch jedoch Mal der Manga (also die gedruckte Form) über den Weg läuft: lasst ihn liegen, er kommt nicht an das Anime ran. (aks [2])
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