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Das Testament des Dr. Mabuse

Beiträge / Krimi
geschrieben von Aleks_A am 15.12.2003, 00:00 Uhr

Klassisch

CoverAuf die Gefahr hin, mit dieser Rezension nur eine begrenzte Menge Leser zu interessieren: Schön restauriert erscheint heute ein Klassiker auf DVD in fast kompletter Fassung (es fehlen ca. 70 Meter Film, was aber bei mehr als 3.000 Meter kaum ins Gewicht fällt). Fritz Lang gelang mit diesem Film ein weiteres Meisterwerk, das viel zu Wenige seinerzeit zu Augen bekamen, da die Nazi-Diktatur prompt den Film verbot. Ein Film über einen verrückten und kriminellen Herrscher war ihnen wohl zu nah an der Realität.

Das Testament des Dr. Mabuse
Deutschland, 1933 - Restauriert 2000
Veröffentlichung: 15.12.03
Regie: Fritz Lang
mit: Rudolf Klein-Rogge, Oscar Beregi, Karl Meixner, Theodor Loos, Otto Wernicke u.a.
"Nochmal"-Faktor: Hoch. Dieser Film ist ein Genuss, die Qualität der DVD ist gut und die Extras gut und unerwartet viel
Unsere Wertung: 85%
FSK: ab 16
Laufzeit: ca. 116 Minuten
Sprachen und Tonformate: Deutsch Mono. Teilweise ist der Ton etwas dumpf, größtenteils dem Alter des Filmes entsprechend gut. Durchweg verständlich.
Bildformat: WOW! Die Qualität des Filmmaterials ist ja besser als bei manchem Film der 80er Jahre. Alle Achtung!
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Extras: Interview mit Fritz Lang
Szenenvergleich "Das Testament des Dr. Mabuse [1]" 1932 und 1962
Original Kinotrailer "Dr. Mabuse" 1962
Filmografien und Biografien, Entstehungsgeschichte des Films
Dr. Mabuse ist eigentlich unfähig, weitere Untaten zu vollziehen. Er sitzt bzw. liegt in einem Sanatorium für unheilbar Kranke und sein einziger Zeitvertreib ist es, seitenweise Pläne für kriminelle Taten aufzuschreiben, engzeilig und bis der Krankenpfleger ihm eine Beruhigungsspritze gibt, damit Mabuse die Nacht durchschläft.

Doch diese Pläne werden in die Tat umgesetzt. Irgendjemand muss also Mabuses Befehle DOCH entgegennehmen. Oder ist was anderes im Spiel? Schließlich war Mabuse ein Meister der Hypnose...

BeispielAuch 70 Jahre nach der Entstehung ist dieser Film eine Wonne. Klar, die Schauspiel- wie auch die Tricktechnik sind heutzutage anders, doch Drehbuch, Kamera und Schauspieler sind hervorragend und machen den Film zu einem Genuss für Freunde guten Kinos (das ja bekanntlich zeitlos ist).

Hervorragend ist auch die Bildqualität. Zwei Tafeln am Anfang des Filmes erwähnen zwar, dass der Film "nur" als Kopie eines Positives überlebte, da das Negativ größtenteils zerstört ist, doch merkt man dem Film das Alter im Bild kaum an. Der Ton wiederum ist manchmal sehr dumpf, jedoch nicht so weit, dass man nichts mehr verstehen könnte. Rundum sind nach 70 Jahren Geschichte der Filmkopie auf dieser DVD die Jahre kaum anzumerken. Ein Lob an die, die den Film restauriert haben.

BeispielAuch die Extras können sich für ein Film dieses Alters durchaus sehen lassen, denn der DVD wurde ein ca. 1 Stunde langes Interview mit Fritz Lang hinzugefügt. Vergleiche zwischen der vorliegenden Version von 1932 und dem Remake von 1962 sowie die Geschichte dieses Films runden den Reigen der Extras ab. Diese DVD ist eine klare Empfehlung für all die, die gutes Kino auch 70 Jahre nach dessen Entstehung erkennen können. (aks [2])

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