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Angulimala - 1000 Menschen müssen sterben

Beiträge / Horror
geschrieben von AngrySmiley am 13.12.2005, 00:00 Uhr

Religiöse Fanatiker...

Cover ...gibt es überall und immer wieder. Die einen wollen den Jihad ausrufen, die anderen werden einfach Präsident der USA und bekommen ihren eigene "heiligen Krieg". Wieder andere stehen brav auf Flugplätzen und anderen öffentliche Orten und verteilen irgendwelche Bücher und Blumen an ahnungslose Passanten. Unser Freund aus Angulimala hat den Plan, 1000 Menschen umzubringen, um den spirituellen Pfad der Tugend zu erlangen. Ob er da den richtigen Weg eingeschlagen hat, wird sich zeigen.

Angulimala - 1000 Menschen müssen sterben
Thailand 2003
Veröffentlichung: 27.10.2005
Regie: Suthep Tannitratana
mit: Tnoppachai Chaiyanam, Stella Malucchi, John Rattanaveroj u.a.
"Nochmal"-Faktor: Nieder
Unsere Wertung: 50%
FSK: ab 16
Laufzeit: ca. 102 Min.
Sprachen und Tonformate: Dolby Digital DTS (deutsch,)Dolby Digital 5.1 (deutsch), Dolby Digital 5.1 (thai)
Bildformat: Widescreen 1.78:1 (anamorph)
Untertitel: Deutsch
Extras: Original Trailer
Ahimsaka, der Held unseres Filmes, wird unter einem ganz schlechten Zeichen geboren. Nun wäre so etwas unsereins ziemlich egal, aber im asiatischen Raum vor einigen Jahrhunderten dürfte dies dann doch schlecht angekommen sein. Der Vater will ihn sogleich umbringen, die Mutter allerdings schickt ihn zu einem bekannten Guru. Dieser prophezeit ihm auch nichts Gutes und anstatt eine gute Ausbildung im Kloster zu erhalten, wird der kleine Ahimsaka zum Ziegenhüten abkommandiert.

Nach Jahren, mittlerweile Erwachsen, flüstert ihm ein Geist/Gott, dass er 1000 Menschen töten muss, um auf den Pfad der Tugend zu gelangen. Anfangs erlöst er nur Kriminelle und Ungläubige von ihrem Leid, aber schon bald killt er jeden, der nicht bei drei auf den Bäumen ist. Kann ihn seine Begleiterin, oder seine Mutter von seinem Weg abbringen, oder werden ihn doch die Krieger der Königs erwischen…?

Beispiel Zu Anfangs langweilte mich der Film doch sehr. In der ersten halben Stunde passiert sehr wenig, und der Schnitt war teilweise schlecht gelungen, was den Film irgendwie billig erschienen ließ. Auch konnte ich mit den vielen Gesten der Protagonisten nichts anfangen. Was soll es denn bedeuten, wenn der erboste Guru einen Krug mit Milch vor der Mutter des kleinen Killers ausschüttet? Anhänger hinduistischer Religionen sehen da vielleicht einen Sinn dahinter, mir war allerdings nicht ganz klar, was damit gemeint war.

Nach der enttäuschenden ersten halben Stunde gewinnt der Film dann aber doch an Spannung und Dramatik. Nachdem ihm der Berggeist den Auftrag für seine Morde gibt, dreht Ahimsaka richtig auf und killt, was das Zeug hält. Um sich die Zahl seiner Opfer zu merken, schneidet er jedem einen Finger ab und bastelt sich aus den Knochen eine "schöne" Kette, die er auch immer mit sich herumträgt. Dies bringt ihm dann auch den Namen Angulimala ein. Und jetzt haltet euch fest, die Übersetzung dieses Namens bedeutet: "Oberbandit, der den Menschen ihre Finger für seinen Rosenkranz abschneidet". Das nenn ich doch mal einen starken Namen für den Bösewicht eines Filmes.

Beispiel Der Mittelteil des Filmes bietet wirklich um einiges mehr als der Anfang, trotzdem muss man sagen, dass der Film immer noch eher langweilt. Die Beweggründe unseres "Oberbanditen" bleiben zu sehr im Dunkeln. Klar, ein Geist hat ihm aufgetragen die Morde zu begehen, aber trotzdem hätte ich gerne mehr über dessen Motivation erfahren. Am Ende wird der Film dann wirklich gut. Angulimala besinnt sich eines besseren, nachdem er herausfindet, dass sein privater Berggott ein richtig fieser Geist ist, und wendet sich den Lehren Buddhas zu, und wandert als Mönch durchs Land. Natürlich sind viele Teile der Bevölkerung nicht sonderlich gut auf den ehemaligen Serientäter zu sprechen. Somit war das Ende dann doch nur eine Werbung für Buddhisten, aber visuell wurde diese Werbung recht nett verpackt.

Mit seinen blutigen Szenen und ein paar visuellen Effekten ist der Film nett anzusehen, aber öfter wird man sich wohl kaum der Findung des Pfades der Tugend anschließen. Hardcore-Fans von Easternfilmen, die ein wenig Drama und Horror in ihren Filmen erwarten, werden sicher nicht enttäuscht werden, aber der Großteil der Filmgemeinde wird keinen großen Gefallen an den Abenteuern unseres Oberbanditen finden. (sd [1])

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