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Action
My wife is a gangster
geschrieben von klaus_h am 17. Jan 2006
A korean crime comedy
Das Action-Komödien spaßig sein können, selbst wenn sie aus Asien kommen, haben uns Jackie Chan und Sammo Hung ("Martial Law", TV-Serie) bereits in jungen Jahren mit einer Reihe von Filmen gezeigt. Bald 20 Jahre danach meinen auch die kleinen "Tiger" aus Korea derartige Komödien auf die Leinwand bannen zu können. Ob es ihnen mit dem vorliegenden Film gelungen ist, erfahrt ihr hier.
Darsteller: Eun-Kyung Shin, Sang-Myeon Park, Jae-mo Ahn, In-kwon Kim u.a.
"Nochmal"-Faktor: nein danke!
Unsere Wertung: 10 %
FSK: ab 16
Laufzeit: ca.103 min
Sprachen und Tonformate: Deutsch / Koreanisch Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1.85 : 1 (16:9)
Untertitel: Deutsch
Extras: Trailer
Interviews
behind-the-scenes
In Asien gibt es amüsanterweise seit dem 19. Jahrhundert die Emanzipation bei den Kriminellen schon. Berühmte Piratenköniginnen oder Triaden-Chefinnen machten der Polizei stets das Leben schwer. Hier in Seoul hat sich die zierliche "Big Brother", Eun-jin oder Menatis dank ihrer Kampfkünste einen ziemlichen Ruf erworben. Doch als ihre wiedergefundene ältere Schwester unheilbar an Krebs erkrankt und ihr das Versprechen abringt zu heiraten, damit der Name nicht aussterbe, steckt sie in einem wahren Dilemma.
Traditionelle Heiratsvermittlerinnen wie potenzielle Junggesellen sind natürlich gleich geschockt, wenn die sonst so schroff-spröde Frau nun aufgebrezelt wie eine Bordsteinschwalbe herumbaggert oder sich mit den Worten vorstellt: "Ich habe 50 Schläger, äh, Angestellte, die für mich in meinem Territorium arbeiten..." - "Sie meint, sie besitzt eine Sicherheitsfirma", verbessert sie die Heiratsvermittlerin schockiert, aber die Kandidaten riechen den Braten und verlassen fluchtartig das Lokal.
Als sie schließlich dank ihres Unterhäuptlings Romeo den rundlich-tapsigen Su-il vermittelt bekommt, fangen die wirklichen Probleme erst an, da dieser noch nicht erfasst hat, mit wem er sich eingelassen hat. Und selbst die Gangsterkonkurrenz unter dem Boss "Der Weiße Hai" wittert Morgenluft - schließlich darf sie sich als weiblicher Boss noch viel weniger Schwächen leisten.
Was sich im erstem Moment nach einer netten Idee anhört, wird leider in den Händen der koreanischen Brachialregie zu einem unausgegorenen Brei aus Fäkalwitzen, vulgären Phrasen, amateurhaften Martial-Arts-Einlagen, die unverholen bei Chan und selbst bei Mark Dacascos "klauen", ohne deren Klasse auch nur annähernd zu erreichen, und unverhältnismäßiger Brutalität (FSK-18 wäre angemessener!). Zwei weitere nette kleine Lacher (u.a. die Reanimation der Gaunerkatze) machen daraus auch keine Komödie und das unglaubwürdige Ende ließ mich nur die Frage stellen, ob man einen derartigen Quark wirklich noch auf der DVD-Schiene verwerten muss.
Aber nicht umsonst gilt die Masse der koreanischen Filmproduktionen als jene, die international am lautesten tönt, ohne die Klasse ihrer Nachbarn aufzuweisen. Wie dieser Film sich in seinem Heimatland mit angeblich 5 Millionen Kinozuschauern 3 Wochen auf Platz 1 halten konnte und auch noch zwei Fortsetzungen nach sich zog, ist mir schleierhaft. Aber in Korea werden Gangster wie Eun-jin anscheinend wie Filmstars verehrt. DVD-Maniacs sollten um diese Scheibe einen großen Bogen machen. So gesehen ist es schon makaber, wenn ein Land, das wahrscheinlich die meisten Low-Budget-DVD-Player herstellt, derartige Zitronen als Futter auf den Mark wirft. Will man einen wirklich soliden koreanischen Action-Film sehen, sollte man sich "The Legend of the Evil Lake" in DVD-Player einlegen. (kh)
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