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Western
The Good, the Bad, the Weird 2-Disc Special -Edition)
geschrieben von maqz am 17. Mar 2010
Korea-Spagetti-Western
Nachdem mich der Nippon-Italowestern "Sukiyaki Western: Django" schon so begeistert hat, war's fast schon klar, dass auch die Korea-Variante von "The Good, the Bad and the Ugly" mich vom Hocker hauen würde. Sogar der übertriebene Werbe-Slogan "All das, was der letzt Indiana Jones hätte sein sollen!" ist für meinen Geschmack nicht von der Hand zu weisen. Asia-Action meets Coole-Sau-Western mit einem Schuss (*grins*) Tarantino-Style inklusive!
The Good, The Bad, The Weird Südkorea 2008
Veröffentlichung: 29.01.2010
Regie: Kim Ji-woon
mit: Song Kang-ho, Lee Byung-hun, Jung Woo-sung u.a.
"Nochmal"-Faktor: Hoch für Action-Fans
Unsere Wertung: 76%
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: ca.125 Min.
Sprachen und Tonformate: Deutsch, Koreanisch Dolby Digital 5.1
Bildformat16:9 (2,39:1
Untertitel: Deutsch, Niederländisch
Extras: Making-Of (eher B-Roll!), Deleted Scenes, Interviews, Alternative Enden, Audiokommentar
Und das bezieht sich nicht nur auf den Einsatz von Santa Esmeraldas Disco-Hit "Don’t Le Me Be Misunderstood" in der großen Verfolguns-Szene, sondern auch auf dem enormen Anzahl der toten Darsteller in diesem Film. Aber auch, wenn der Streifen nix für Sanftmütige ist, so sicherlich ein Augenschmaus auch für Fans ungewöhnlicher Kamerafahrten. Im Making of wird deutlich, mit welch' bewundernswerten Einsatz hier Regisseur Kim Ji-woon (u.a. "A Tale of Two Sisters", "A Bittersweet Life")seinen Kameramann zum drehen entweder in ein Rad setzte oder an die Leine (mitsamt dem Schauspieler) hängte. Auch die Starbesetzung mit Byung-Hun Lee ("Joint Security Area", "I Come With The Rain", "G.I. Joe - Geheimauftrag Cobra") als tödlicher Killer mit Popper-Scheitel, sowie Kang-Ho Song ("The Host", "Secret Sunshine", "Thirst") als Bekloppter Glückspilz,und Woo-sung Jung ("Musa", "The Restless", "The Triangle") als "Der Gute" müssen bei The Good, the Bad The Weird vollen Einsatz zeigen. Ihre perfekte Personifizierung des Filmtitels bringt über die gut zwei Stunden immer die richtige Mischung aus Spannung, Action und Humor.
Worum geht's? Wir sehen ein überzogen, aber gut gemachtes Szenenbild, das die Mandschurei in den 1930er Jahren darstellen soll. Alle Beteiligten sind hinter eine mysteriösen Schatzkarte her. Keiner weiss eigentlich zu welcher Art Schatz sie führen soll, aber alle sind überzeugt, dass es sich wirklich lohnt sie zu besitzen. Der "Bad"-Bandit Chang-yi will in einem blutigen Überfall die Karte von einem japanischen Bankier rauben. Doch der "Weird" Tae-goo schnappt sich die Beute einen Augenblick früher und entkommt. An Bord des überfallenen Zuges befindet sich auch der "Good" (Kopfgeldjäger Do-won) eigentlich hinter Chang-yi her ist. doch dann nimmt er die Verfolgung von Tae-goo auf. Die wilde Jagd nach der Karte beginnt. Neben einem mehrfachen und kurzzeitigen Besitzerwechsel sind schließlich auch die berüchtigte Dreiländer-Bande, die japanische Armee und die Banditen vom Geistermarkt hinter dem bemalten zettel her. Doch zu was genau die Schatzkarte schließlich führt, weiß keiner der Jäger so genau.
Gefüllt werden die zwei Stunden im Grunde "nur" durch die ewigen Verfolgungsjagten (sehr sehenswert) die dauernde Ballerei (sehr blutig) und die immerwährenden wer-hier-nun-der-Beste-ist-Dialoge. Gespickt mit einer atemberaubenden Landschaft, fetziger Musik und einem aberwitzigen Spiel macht das Anschauen dieses eher einfallslosen Plots unheimlich viel Spaß. Zwei Stunden fast nie langweilig werdende Action ist eine Leistung, die ich anerkennen muss!
Hinzu kommt eine für meinen Geschmack wirklich gute Bildqualität, die mit einer granatenstarken Tonabmischung daher kommt, die diesen Streifen noch sehens- und hörenswerter machen! Als vollkommen "rund" erscheint die 2-Disc Special Edition durch die vielen Bonus-Features. Neben einem bei Asia-Filmen doch eher seltenen Audiokommentar bietet der Bonus gleich VIER Alternative Enden. (also für jeden Geschmack etwas), launige Interviews, ein wirklich interessanten (wenn auch unkommentierten) Blick auf die anstrengenden Dreharbeiten und einige Deleted Scenes, die für mich persönlich auch gleich im Film hätten bleiben können.
Also insgesamt eine schwache Geschichte originell umgesetzt und spannend inszeniert, ausgewogen, sehr brutal!!!, gut dargestellt, inklusive starkem Soundtrack UND noch günstig in der Anschaffung. Was will man mehr bei diesem eigenwilligen East-Western-Genre? Fans sollten zugreifen, interessierte erst 'mal ausleihen und Cineasten sollten über ihren Schatten springen und einen Blick auf die Kamerafahrten werfen. Könnte sich lohnen!
Fazit
Ein koreanisches Western-Zitat, das Spaß macht! (mg)
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